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19.10.1977 - 

Markt-Report der IDC:

P.O.S.-Systeme kommen nur langsam voran

MÜNCHEN (ee) - Für den Begriff und die Erwartungen, die das Point of Sales-System (P.O.S.) als neuer Weg für den Handel in der Bundesrepublik auslöste, stand der US-Markt Pate. Prompt wurde auch bei uns prognostiziert, herkömmliche Kassensysteme würden weitgehendst durch elektronische Kassen und Datenkassen ersetzt werden. "Doch nur in einigen Branchen und Unternehmen", so resümiert ein Report der IDC-Deutschland GmbH, "haben sieh P.O.S.-Systeme durchgesetzt." IDC folgert: "Die Erwartungen der Hersteller sind nur zum Teil erfüllt worden." Dies steht - so meinen die Marktforscher - in Widerspruch zu unserem computerorientierten Zeitalter dar, in dem sich die Unternehmer neuen Systemen gegenüber aufgeschlossener verhalten sollten, zumal P.O.S.-Systeme nennenswerte Vorteile bieten:

- Das Verkaufspersonal wird entlastet

- Den Kunden werden lange Wartezeiten an den Kassen erspart

- überall dort, wo großer Datenanfall erfaßt werden muß, bringen P.O.S.-Systeme Vorteile. Dagegen treten beim Registrieren mit Kassen herkömmlicher Art

- Fehler beim Eintasten auf

- wird falsch zur Warengruppe, zur Artikelnummer zugeordnet

- ist die Auswertung zeitaufwendiger.

Die elektronische Registrierkasse ist in unmittelbarer Nachfolge der herkömmlichen mechanischen Kasse am Markt erschienen, zu der sie äußerlich nur geringe Unterschiede aufweist.

Datenkassen haben mit den herkömmlichen Kassen eigentlich nur noch den Namen gemeinsam. Sie sind durch die Einrichtung von Speichern und durch spezielle Verarbeitungsmöglichkeiten (eigene Logik!) vor allem geeignet, besonders schwierige Verkaufsvorgänge zu bewältigen.

Datenkassen verfügen über zusätzliche Einrichtungen:

- Die Eingabe erfolgt über Tastatur oder mittels Lesestift

- Die Zentraleinheit ist mit Rechenwerk und Speicher ausgerüstet (der Kernspeicher beinhaltet ein oder mehrere Register, in denen die Rechenvorgänge ablaufen)

- Eine Steuereinheit übernimmt dieAufgabe, Befehle zu lesen und zu interpretieren (Eingabe und Definition erfolgt durch ein Programm)

- Die Ausgabe erfolgt über Journalstreifen, Kassetten, Magnetbänder

Der Fortschritt in der Entwicklung auf dem Bandelementesektor vereinfacht die Bedienung dieser Systeme verkleinert die Ausmaße und steigert die Leistungsfähigkeit. Weitere Vorteile bringt der Einsatz von Mikroprozessoren .

Neben der Kassenfunktion haben diese P.O.S.-Systeme Schnittstellen zur Datenverarbeitung, d. h. sie können über Leitungen mit einem Rechner verbunden werden. Gewisse Daten (z. B. Artikelnummer auf Plattenspeicher) können auf diese Weise von der Kasse abgerufen werden. Der Rechner wiederum korrespondiert mit einem EDV-System. Hier werden alle Geschäftsvorgänge wie Buchhaltung, Lagerhaltung, Statistiken erstellt. Die Zusammenschaltung von Datenkasse Vorrechner und Rechner bezeichnet man als Verbundsystem.

Zu P.O.S.-Systemen gehören maschinenlesbare Etiketten. Die Etiketten müssen in jedem Falle fälschungssicher, billig im Preis und leicht anzubringen sein. Außerdem muß neben dem Code eine Zeile für den Klartext vorhanden sein. Schließlich sollten die Etiketten in ihrer Größe variabel sein. Der Lesevorgang erfolgt durch einen Stift, der über das Etikett gezogen wird. Dabei werden die Codes durch die Logik des Geräts erkannt, gespeichert und für den Kunden optisch lesbar erfaßt.

Die häufigsten Anwendungen sind zweifelsohne in den Kauf- und Warenhäusern und im Lebensmittelhandel zu finden. Aber auch in anderen Branchen wie dem Eisen- und Sanitärhandel, dem Kfz-Zubehörhandel und insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe können P.O.S.-Systeme eingesetzt werden.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten auf dem deutschen Markt - einige Hersteller von Datenkassen mußten sich vom Markt zurückziehen - gibt es heute eine ganze Reihe von Firmen (siehe Tabelle), die ihre Position festigen konnten.