Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.10.2000 - 

Erste Eindrücke zum Update des Pixelklassikers

Paintshop Pro 7 um Funktionen zur Bildkorrektur erweitert

"Paintshop Pro" gehört zu den Klassikern der digitalen Bildbearbeitung. Die neue Fassung 7.0 bietet viele Erweiterungen bei der Korrektur von Kontrasten und Bildstörungen. Heico Neumeyer* hat die neue Version getestet.

Die Befehle zur Bildverbesserung in Paintshop Pro 7 bieten unter anderem die Möglichkeit, Kratzer im Bild oder eine Rotfärbung der Augen bei Blitzlicht-Aufnahmen zu beseitigen. Auch Bildstörungen, die durch Datenverdichtung mit dem JPG-Format entstanden sind, lassen sich beheben. Überdies kann eine Lichtstimmung etwa von kalter Mittagssonne bis zum rötlichen Kerzenlicht eingestellt werden.

Einige interessante Techniken bot Paintshop Pro in der Vorversion nur auf Umwegen: Anwender mussten die Kontrastkorrekturen aufwändig in Verbindung mit der Ebenen-Palette als so genannte Justierungsebene anlegen. Diesen Mangel haben die Programmierer beseitigt. Hochwertige Befehle wie die Gradationskurven oder die Erweiterung des Tonwertumfangs lassen sich nun genauso einfach anwählen wie etwa die übliche Funktion "Helligkeit/Kontrast".

Zu den neuen Effekten gehören die Flutlichtstrahler. Bis zu fünf Lichtquellen, die sich frei verteilen lassen, tauchen ein Motiv in farbiges oder weißes Licht und blenden ungewünschte Bereiche nach Belieben aus. Farbe, Strahlungswinkel und Intensität kann der Anwender für jeden Strahler frei regeln. Erstmals mit Version 7 rechnet Paintshop überdies gleißende Sonnenbälle ins Motiv. Sie wirken allerdings weniger realistisch als etwa die Pendants aus "Photoshop" oder "Photopaint". Gute Ergebnisse produzieren die Befehle dagegen für 3D-Kanten.

Paintshop eignet sich auch für einfaches Web-Design. Die separate Anwendung "Animation Shop" gehört wieder zum Lieferumfang, nun mit Versionsnummer 3.0. Das Tool wandelt Einzelbilder in GIF-Trickfilme um. Mit Überblendtricks erzeugt das Programm selbst aus nur ein oder zwei Motiven interessante Sequenzen. Erstmals öffnet der Animation Shop auch MPEG-Filmdateien.

Das Hauptprogramm selbst lockt Web-Designer ebenfalls mit interessanten Funktionen: So stellt Paintshop die aktuelle Bilddatei in bis zu drei verschiedenen Internet-Browsern dar. Dabei nennt der Anwender das für die Web-Seite gewünschte Dateiformat, also meist GIF oder JPG. Anders als "Photo Impact" oder Photoshop erzeugt Paintshop allerdings weder Rollover-Schaltflächen mit Javascript-Effekten noch Slices zur Aufteilung eines Bildes auf eine HTML-Tabelle.

Zudem hat Hersteller Jasc die Oberfläche des Pixelklassikers verändert. Passt ein hochgezoomtes Foto nicht mehr ganz auf den Bildschirm, kann der Anwender die neue Übersichtspalette einblenden. Sie zeigt eine verkleinerte Gesamtdarstellung des Motivs, ein Rahmen umgibt den sichtbaren Bildteil. Verschieben des Rahmens erlaubt eine bequeme Veränderung des sichtbaren Bildausschnitts im Hauptfenster.

Das Update ermöglicht nun das Speichern der gesamten Anordnung einer Programmfläche inklusive der Position von Bilddateien. So können verschiedene Bildgestalter mit dem Programm arbeiten und jedesmal zu ihrer vertrauten Anordnung zurückkehren. Allerdings fehlt weiterhin ein Makrorekorder zur Aufzeichnung von typischen Befehlsfolgen.

Praktisch alle Dialogfelder für Effekte und Kontrastkorrektur bieten jetzt eine Sofort-Vorschau am Originalfoto. Der Designer muss die Wirkung einer Funktion also nicht mehr in einem kleinen Vorschaufenster begutachten. Die Auswirkung einer bestimmten Reglerstellung im Dialogfeld erscheint unmittelbar im Hauptfenster.

Fazit: Schon bisher war Paintshop Pro ein Programm, das mit Stapelkonvertierung, Bildkatalog und hochwertiger Montagetechnik viele Aufgaben löste. Die neue rund 270 Mark teure Version bietet Funktionen zur Behebung von Kontrastproblemen und Bildfehlern und eignet sich gut, um Dateien von Scannern oder Digitalkameras aufzubessern, sie verlangt aber auch Einarbeitungszeit.*Heico Neumeyer ist Fachjournalist und Softwaretrainer für Bildbearbeitung in Gaißach, Oberbayern (neumeyer@aol.com).