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22.10.1999 - 

Erste Eindrücke von Version 6.0

Paintshop Pro kommt mit verbesserten Textwerkzeugen

Der Pixelklassiker "Paintshop Pro" hat in Version 6 eine Reihe neuer Grafik-Features erhalten. Bemerkenswert sind auch die erweiterten Funktionen im Bereich der Textwerkzeuge. Heico Neumeyer* hat sich das Update angesehen und beschreibt die Neuheiten ebenso wie die weiterhin vorhandenen Schwachstellen.

Schon seit Version 5.0 enthält Paintshop eine leistungsfähige Montagetechnik. Das Update 6.0 bietet nun korrigierbare Textebenen: Schriftart oder Tippfehler lassen sich auch nach dem Speichern im Textmodus verbessern - das war bisher nicht möglich. Hinzu kommt eine feine Steuerung für Buchstaben- und Zeilenabstand. Die Programmierer gehen sogar noch einen Schritt weiter: Text läßt sich an Linien entlangführen, so folgt der Schriftzug etwa den Umrissen eines Gebäudes.

Auch die Benutzeroberfläche des Programms präsentiert sich in neuer Form. Unter anderem wurden die Funktionen für Hilfe, Widerrufen und Wiederherstellen verbessert. Die zahlreichen Bildschirmpaletten klappen von selbst zusammen, sobald sich der Mauszeiger entfernt - immerhin läßt sich diese Funktion abschalten. Ebenfalls verändert zeigt sich das Bildschirmelement der Ebenenpalette. Sie listet alle Einzelobjekte einer Montage auf, dazu verschiedene Masken und Einstellungsebenen. Doch noch immer fehlen hier die Miniaturansichten der jeweiligen Objekte. Der Benutzer muß sich an Namen wie "Ebene 1" orientieren. Miniaturen erscheinen erst dann, wenn man den Mauszeiger über die Palette hält und wartet. Ein weiteres Manko: Stufenloses Zoomen werden Paintshop-Anwender weiterhin vermissen.

Dafür lassen sich jetzt Figuren wie Kreise, Rechtecke oder auch frei gestaltete Linien im Stil eines Grafikprogramms zeichnen und bequem mit Ankerpunkten und Griffen korrigieren. Die Software färbt Inhalt und Kontur dieser Figuren unabhängig voneinander ein. Die Vektorgrafik-Elemente lassen sich beliebig vergrößern oder drehen, ohne daß die Kantenschärfe leidet, wie es bei normalen Bildpunktobjekten der Fall ist.

Paintshop bietet darüber hinaus abschaltbare Kontrast- und Farbtonkorrekturen. Der Benutzer stellt einen Motivteil wahlweise mit oder ohne Tonwertveränderung dar, die Bildpunkte werden deshalb nicht dauerhaft verändert. Auch die Dialoge für Schatten und 3D-Kanten wurden verbessert. Hat man diese Effekte allerdings erst einmal angewendet, lassen sie sich nicht mehr abschalten: Das Objekt ist dauerhaft verändert, während es viele Konkurrenzprogramme erlauben, daß Schatten oder 3D-Kontur abgeschaltet oder korrigiert werden. Die neuen Farbverläufe erstrecken sich auch über mehr als zwei Grundfarben. Das Programm produziert hier ganze Regenbogen oder metallisch schimmernde Farbkombinationen.

Außerdem druckt Paintshop in der neuen Version mehrere Bilder auf einer Seite, um Fotodruckpapier optimal auszunutzen. Eine wichtige Hilfe für Internet-Designer: Den Qualitätsverlust einer Vorlage bei der Speicherung als JPG- und GIF-Bild zeigt eine Vorschau an.

Zum Lieferumfang gehört auch die neue Version 2.0 von "Animation Shop". Das Programm eignet sich zur Produktion von Trickfilmen für das Internet. Im Vergleich mit anderen Produkten zwischen 200 und 400 Mark vermißt man unter anderem Befehleaufzeichnung, Spotlighteffekte, Gegenlichtreflexe und freies Verzerren per Mausbewegung. Paintshop kostet in der englischen Fassung 300 Mark. Eine deutsche Version folgt in Kürze.

*Heico Neumeyer lebt als Fachautor und Softwaretrainer für Bildbearbeitung in Gaißach/Oberbayern.