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27.09.2002 - 

Verluste steigen weiterhin

Palm stellt neue Handheld-Produktlinien vor

MÜNCHEN (CW) - Mit zwei neuen Produktlinien will Palm Inc. wieder Gewinn machen. Unter dem Namen "Zire" bringt der Handheld-Hersteller demnächst kostengünstige, auf den Endkundenmarkt ausgerichtete Modelle. Die Geräte der "Tungsten"-Reihe sind dagegen für professionelle Anwender im Unternehmensbereich gedacht.

Palm läutet den Preiskampf ein: In den nächsten Wochen will der Anbieter unter der Dachmarke Zire gleich drei neue Modelle auf den Markt bringen. Das günstigste soll zwischen 129 und 149 Euro kosten. Damit möchte das Unternehmen besonders Einsteiger ansprechen, die bislang noch keinen Handheld besitzen. In einem neuen Design sollen die Geräte vor allem die klassischen Palm-Funktionalitäten wie Termin- und Adressverwaltung bieten.

Mit dem Tungsten-Label richtet Palm sich verstärkt an professionelle Anwender, die neben den genannten Anwendungen drahtlose und mobile Dienste wie E-Mail einsetzen oder aber auf den sicheren Datenaustausch mit unternehmenskritischen Applikationen Wert legen. In Europa werden die Geräte mit dem Übertragungsverfahren General Packet Radio Service (GPRS) ausgerüstet sein. Palm verhandelt derzeit entsprechende Verträge mit Carriern, die diesen Dienst anbieten.

Weder die Zire- noch die Tungsten-Handhelds werden mit der neuesten Version des Palm-Betriebssystems ausgerüstet. Palm OS 5, das erstmalig auch Telefoniefunktionen bereitstellen wird, gelangt nach Angaben von Todd Bradley, CEO von Palm Solutions, nur in einer neuen Palm-Generation zum Einsatz, die mit leistungsfähigeren ARM-basierenden Prozessoren statt der bisherigen "Dragonballs" von Motorola ausgerüstet sind. Sie sollen im vierten Quartal auf den Markt kommen.

Palm hofft, mit diesen Maßnahmen den gegenwärtigen negativen Trend durchbrechen zu können. Der Hersteller legte kurz nach der Vorstellung der neuen Produkte die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs vor. Demnach weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 258,7 Millionen Dollar oder 45 Cent pro Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum betrug der Nettoverlust noch 32,4 Millionen Dollar oder sechs Cent. Der höhere Fehlbetrag resultiert vornehmlich aus einer Sonderbelastung von 219,1 Millionen Dollar aufgrund veränderter Verbuchung von Steuern.

Abzüglich dieser und anderer Abschreibungen ergibt sich ein Pro-forma-Verlust von sechs Cent pro Aktie, zwei Cent besser als laut Thomson First Call von Analysten erwartet. Palms Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich von 214,3 Millionen Dollar um rund 20 Prozent auf 172,3 Millionen Dollar zurück. (ave)