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Umsatz- und Gewinnwarnung abgegeben

PalmOne legt klassischen Fehlstart hin

09.01.2004
MÜNCHEN (CW) - Handheld-Pionier PalmOne hat den ersten Berichtszeitraum nach der Aufspaltung in eine Hardware- und eine Softwarefirma (Palmsource) mit durchwachsenen Zahlen beendet. Netto fiel die Company in die Verlustzone, der Aktienkurs stürzte nach schwachen Prognosen ab.

Mit einem Kursverlust von über 20 Prozent haben Investoren auf die Zahlen des zweiten Fiskalquartals (Ende: 28. November) und eine anschließende Umsatz- und Gewinnwarnung von PalmOne reagiert. Darin prognostizierte das Unternehmen ein Minus im laufenden Berichtszeitraum von 14 Millionen bis 20 Millionen Dollar. Hinzu kommen nicht näher spezifizierte Restrukturierungskosten. Der Umsatz soll zwischen 200 Millionen und 215 Millionen Dollar liegen. Analysten hatten im Durchschnitt auf einen Verlust von acht Millionen Dollar und Einnahmen von 235 Millionen Dollar getippt.

Dabei konnten im abgeschlossenen Zeitraum beim Nettoergebnis des fortgeführten Geschäfts sogar die Prognosen der Analysten übertroffen werden. Während die Wallstreet von minus zwei Cent pro Aktie ausgegangen war, erwirtschaftete PalmOne einen Nettoprofit von sieben Cent, umgerechnet etwa 2,6 Millionen Dollar. Die Quartalseinnahmen bezifferte PalmOne auf 271 Millionen Dollar, fünf Prozent mehr als die 258 Millionen Dollar Umsatz im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Analysten kritisierten, dass PalmOne zu viele Geräte in den Vertriebskanal gedrückt habe. Um diesen Überschuss abzubauen, werde das Unternehmen Preise senken müssen. Die Investmentbank J.P. Morgan äußerte die Prognose, dass PalmOne nicht vor dem Fiskaljahr 2005 nachhaltig profitabel sein wird. Nach Firmenangaben ist die reduzierte Prognose vornehmlich auf den zyklischen Geschäftsverlauf zurückzuführen.

Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten erwirtschaftete die Company einen Nettoverlust von 4,1 Millionen Dollar. Insgesamt wurden 1,4 Millionen Geräte in dem Quartal abgesetzt. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg von 160 auf 172 Dollar. Die Barreserven bezifferte das Unternehmen zum Ende des Quartals auf 218 Millionen Dollar. Palm hatte Ende Oktober die Softwaresparte Palmsource abgespalten und die Übernahme von Handspring formell besiegelt. (ajf)