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28.03.2003 - 

Unternehmen investieren kaum in PDAs

Palms Talfahrt setzt sich fort

28.03.2003
MÜNCHEN (CW) - PDA-Pionier Palm hat wieder einmal ein Quartal mit Verlusten abgeschlossen. Diesmal sind es vorrangig die Unternehmenskunden, die sich mit Investitionen zurückhalten. Eine Belebung ist nicht in Sicht.

Keine Entwarnung auf dem Markt für Hightech-Accessoires: Der PDA-Vorreiter Palm ist wegen hoher Restrukturierungskosten wieder einmal tief in den roten Zahlen gelandet. Im dritten Quartal (Ende: 28. Februar) des Geschäftsjahres belief sich das Nettoergebnis nach US-GAAP auf minus 172,3 Millionen Dollar. Vor einem Jahr hatte die Company noch einen Profit von 2,9 Millionen Dollar erzielt. Nach Pro-forma-Zahlen lag der Verlust jedoch mit 26,6 Millionen Dollar im Rahmen der Analystenprognosen.

Einen Grund für das schwache Abschneiden sehen Firmenvertreter und Beobachter in der anhaltenden Investitionszurückhaltung: Vor allem Unternehmen in den USA schrecken weiter davor zurück, ihre Mitarbeiter im großen Stil mit Taschencomputern auszurüsten. Dies betrifft in erster Linie die vergangenes Jahr vorgestellte Highend-Gerätefamilie "Tungsten", während die günstigeren Einsteigermodelle der "Zire"-Serie bei den vornehmlich privaten Käufern besser anzukommen scheinen.

Die Umsätze von Palm lagen im Rahmen der eigenen Prognose, allerdings war diese auch vor vier Wochen heruntergeschraubt worden: Sollten ursprünglich 230 bis 250 Millionen Dollar im Berichtszeitraum eingenommen werden, hatte Palm die Erwartungen auf 205 bis 210 Millionen Dollar gedrosselt. Mit einem tatsächlichen Umsatz von 209 Millionen Dollar traf die Company jetzt zwar die Vorgaben, konnte aber bei weitem nicht an die Einnahmen des Vorjahreszeitraums anknüpfen, die sich auf 292,7 Millionen Dollar belaufen hatten.

Ein Lichtblick ging von der Software- und Betriebssystem-Division Palmsource aus, die das erste profitable Quartal überhaupt abschließen konnte. Hier belief sich das Nettoergebnis auf 1,4 Millionen Dollar, die Einnahmen betrugen 26,3 Millionen Dollar. Der Plan, die Company abzuspalten und an die Börse zu bringen, verzögert sich indes: Statt zur Mitte des Jahres erfolgt der Spinoff nun einige Wochen später. Von einer Trendwende für den PDA-Markt generell und für Palm im Speziellen kann noch keine Rede sein, kurzfristig wird sich sogar die Abwärtsbewegung fortsetzen. Im laufenden vierten Fiskalquartal, das Ende Mai abgeschlossen wird, erwartet Palm Umsätze zwischen 185 und 200 Millionen Dollar. Das wären etwa 15 bis 20 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig rechnet Palm mit operativen Verlusten sowohl in der Hardware- als auch der Softwaresparte. (ajf)