Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.06.1991 - 

Marktforscher Input über Anwendungssoftware

Paneuropäische SW-Anbieter haben die besten Aussichten

LANGGÖNS (CW) - Einen Boom für standardisierte Anwendungssoftware bei einem zurückgehenden Interesse an Individuallösungen prognostiziert die Input Ltd., Langgöns-Niederkleen, in ihrer Studie "Anwendungslösungen - Möglichkeiten in Westeuropa 1990-1995". Dem Bericht zufolge steigt der Bedarf an integrierten Produkten von paneuropäisch ausgerichteten Anbietern.

Ein Grund für die gestiegene Nachfrage nach Standardprogrammen liegt in dem größer werdenden Angebot: Bereiche, in denen früher nur Individuallösungen zur Verfügung standen, werden jetzt durch Standardsoftware abgedeckt. Auch sind sich Anwender zunehmend des hohen Kostenrisikos bewußt, das bei eigenen Entwicklungen vor allem dann entsteht, wenn sich Implementierungsprojekte zeitlich verzögern.

Zudem sind die Kosten einer standardisierten Lösung generell niedriger als die einer komplett neuen Custom-made-Entwicklung. Die Entwicklungsdauer ist meist geringer, so daß die Software schneller in Betrieb genommen werden kann.

Der Wert des Marktes für Anwendungssoftware wird laut Input in Westeuropa 1995 bei etwa 20 Milliarden Dollar liegen. Größter Ländermarkt ist hier Frankreich mit einem Marktanteil von 25 Prozent, vor Großbritannien (20 Prozent) und Deutschland (17 Prozent).

Etwa 40 Milliarden Dollar soll der Markt für Anwendungssoftware 1995 wert sein, wenn zusätzlich die sogenannten schlüselfertigen Systeme berücksichtigt werden. Der größte Ländermarkt für solche Produkte, die neben Anwendungssoftware unter anderem auch informationstechnologisches Equipment, Systemsoftware, Beratung, Schulung und Wartung beinhalten, ist Deutschland mit einem Marktanteil von 30 Prozent, vor Großbritannien (22 Prozent).

Die Softwarepreise, so die Prognose von Input, dürften sich in Westeuropa in den nächsten Jahren für den Anwender günstig entwickeln. Weil Standardsoftware-Module künftig in leicht modifizierter Form auch länderübergreifend und in unterschiedlichen Industriesektoren eingesetzt werden, können die Hersteller ihre Absatzzahlen erhöhen. Die Investitionen sinken - und damit letztlich auch die Preise für Endverbraucher.