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26.01.2001 - 

Kolumne

Panik unter den Anbietern

Der weltweite PC-Markt hat im vierten Quartal 2000 erheblich an Schwung verloren. Statt der erwarteten 17 Prozent legte er nur um zehn Prozent zu. Noch schlechter sieht es in Europa und in den USA aus. Dort wuchs das Marktsegment lediglich um 6,9 beziehungsweise 6,4 Prozent. Diese eklatante Wachstumsschwäche deutet auf eine Marktsättigung hin.

Wie stark die PC-Industrie gebeutelt ist, lässt sich an Dell ablesen. Das einstige Lieblingskind der Wallstreet hat gerade zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Gewinnwarnung herausgegeben und verhökert seine PCs inzwischen wie Sauerbier per zeitlich befristetes Sonderangebot. Auch IBM, die im PC-Geschäft zulegen konnte, verdankt ihr Plus weitgehend dem glänzenden Notebook-Absatz und den PC-Servern, die zur gleichen Division gehören. Doch im eigentlichen Desktop-Business kann Big Blue ebenfalls nicht punkten. Erstaunlich auch, dass - sieht man vom desaströsen Resultat bei Apple ab - alle gleich viele Federn lassen mussten. Selbst Intel wächst mit sechs Prozent nur so stark wie der Markt.

Den professionellen wie den privaten Anwendern dürften deshalb in nächster Zeit günstige Angebote winken. Auf der anderen Seite sucht die Industrie immer verzweifelter nach Wachstumsperspektiven außerhalb des klassischen PC-Marktes. Die Hersteller bemühen sich, ihre Produktpalette nach oben in Richtung Server und nach unten in Richtung Handhelds auszudehnen. Zwar ist das margenträchtige Server-Geschäft für die Profitabilität der Anbieter wichtig, aber große Wachstumsimpulse gehen offenbar von neuen Angeboten wie dezidierten Lowend- oder hochklassigen Multiprozessor-Servern nicht aus. Das belegen unter anderem die bescheidenen Bilanzen der meisten Player. Deshalb setzen viele Anbieter ihre Hoffnungen auch auf kleinformatige PDAs und/oder Smartphones als neue Wachstumsmotoren.

Doch trotz der steil nach oben weisenden Wachstumskurven und der unbestrittenen Möglichkeiten tummeln sich in diesem Sektor bereits etliche Player. Allen voran betrachten ihn die Handy-Hersteller als ihren Garanten für zukünftiges Wachstum. Dazu gesellen sich Anbieter wie Palm, Psion, Sony etc. Wenn jetzt noch die gesamte PC-Industrie dort mitmischen will, ist der Preiskampf auch hier bald ähnlich ruinös wie im PC-Markt.