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ACPC fördert internationale Zusammenarbeit

Parallelcomputer für die wissenschaftliche Anwendung

10.11.1989

WIEN (CW) - Der systematischen SW-Grundlagenforschung für Parallelcomputer widmet sich das Austrian Center for Parallel Computation (ACPC), das seinen Sitz in Wien hat. Hauptziel des Centers ist es, nicht zuletzt durch Kooperation mit internationalen Forschungsinstitutionen, das Potential dieser Systeme für die wissenschaftliche Forschung zu erhöhen.

Wissenschaft, Technik und Industrie stellen zunehmend höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Computern. Aufgaben, wie die Berechnung der Masse subatomarer Elementarteilchen, die computerbasierte Synthese neuer Werkstoffe oder die Bestimmung atomarer Strukturen von Viren, übersteigen bei weitem die Möglichkeiten konventioneller Rechner. Wegen physikalischer Grenzen läßt sich die Rechengeschwindigkeit einzelner Prozessoren nicht mehr wesentlich erhöhen. Parallelität bietet hingegen, so das ACPC, unbegrenzte Leistungssteigerungen. Ihr Prinzip besteht darin, mehrere Prozessoren, die miteinander kommunizieren, gemeinsam an einer bestimmten Aufgabenstellung arbeiten zu lassen.

Während auf diesem zukunftsträchtigen Forschungsgebiet im Hardwarebereich große Fortschritte erzielt wurden, fehlen systematische Grundlagen zur Softwareentwicklung noch weitgehend Hierin sieht das ACPC den Hauptgrund dafür, daß parallele Supercomputer ihr Potential als Instrumente für wissenschaftliche Forschung noch nicht angemessen nutzen.

Das ACPC hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von Software für parallele Systeme in Forschung und Lehre voranzutreiben und in Österreich ein international anerkanntes Zentrum für Parallelverarbeitung auszubauen. Zugleich will das ACPC der österreichischen Softwareindustrie innovative Impulse geben.

Als interessanter Kooperationspartner für ausländische Forschungseinrichtungen versteht sich das ACPC durch den "Synergieeffekt" des Zusammenschlusses der Universitäten Wien, Linz und Salzburg. Bereits jetzt ermöglichen internationale Kontakte, Gastforscher und Doktoranden nach Österreich zu holen. Erstmals in Österreich will das ACPC die verteilte Campus-Universität realisieren, ein Vorhaben, das moderne Datenübertragungsmöglichkeiten erleichtert. Ausgearbeitet wird derzeit ferner ein Studienplan für Diplom und Promotion mit dem Schwerpunkt "Software für parallele Systeme".

Mitglieder des ACPC unterstützt bereits jetzt das Bundesministerium für Wissenschaft sind Forschung (BMWF) sowie der Fond zur Förderung wissenschaftlicher Forschung (FWF). Für den Ausbau des ACPC innerhalb der nächsten fünf Jahre, der rund 170 Millionen Schilling erfordert, haben das BMWF und der FWF Mittel in Aussicht gestellt.

Bereits seit Herbst dieses Jahres lädt ACPC zu regelmäßigen Vorträgen an die TU Wien ein. Die nächste Veranstaltung am 15. November 1989 führt in "Parallelverarbeitung und Supercomputing" ein.

Informationen: ACPC, Rathausstraße 19/2/3, A-1010 Wien.