Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.10.2004

Paris erwägt Linux-Migration

Die Stadt will schrittweise umsteigen.

Die französische Hauptstadt wird bei der Aktualisierung ihrer IT-Systeme weder komplett auf Open Source noch völlig auf Microsoft setzen. Wie ein Sprecher erklärte, will die Stadtverwaltung zwar ihre Abhängigkeit von Softwarelieferanten mit "De-facto-Monopolen" reduzieren, erachtet aber eine sofortige Umstellung auf Open-Source-Software als zu kostspielig.

Die Stadt berief sich dabei auf eine Auftragsstudie des Consulting-Unternehmens Unilog, der zufolge bei einem kompletten Umstieg auf Open Source ein Großteil der veralteten Computer erneuert werden müsste. Außerdem würde sich trotz der hohen Kosten der Service nicht verbessern. Stattdessen akzeptierten die Verantwortlichen die von Unilog empfohlene Lösung, sich bei den IT-Systemen schrittweise alternativen Anbietern zuzuwenden. Die Stadt solle die Kontrolle über die eigene Softwareentwicklung übernehmen und ihre Abhängigkeit von Zulieferern reduzieren, forderte der stellvertretende Bürgermeister von Paris, Francois Dagnaud.

Um die vorhandene IT-Landschaft mit über 17 000 PC-Arbeitsplätzen, 400 Servern und rund 600 Anwendungen auf den neuesten Stand zu bringen, hat die französische Landeshauptstadt für die Jahre 2004 bis 2007 ein Budget von 160 Millionen Euro veranschlagt. (mb/rg)

Linux-Städte

Nach der Entscheidung der Stadt München, auf Linux zu migrieren, haben eine Reihe weiterer europäischer Großstädte ähnliche Projekte angekündigt:

- Berlin: Die Berliner Kommunalverwaltung prüft den breiten Einsatz von Open-Source-Software. Als erster von zwölf Bezirken erwägt Tempelhof-Schöneberg, rund 2000 PC-Arbeitsplätze und zugehörige Server von Windows NT auf Linux umzustellen. Die Strategie der Berliner Landesregierung ist bislang noch offen.

- Wien: Dort spielen die Verantwortlichen bereits seit einigen Monaten Open-Source-Alternativen durch.

- Rom: Die römischen IT-Verantwortlichen haben im Februar dieses Jahres bekannt gegeben, ihr neues Portalsystem auf einer Open-Source-Plattform betreiben zu wollen.

- Bergen: In der norwegischen Stadt ist die Entscheidung für Linux bereits gefallen: Zahlreiche Server der Stadtverwaltung und im Schulbetrieb arbeiten mit Open-Source-Produkten. Die Desktop-Systeme könnten bald folgen.