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13.01.1995

Partnersuche fuer neue Tochter Thyssen Telecom Thyssen Handelsunion stellt die Weichen fuer Telecom-Geschaeft

DUESSELDORF (CW) - Der Wettbewerb im deutschen Telecom-Markt nimmt weitere Konturen an. Nach RWE und Veba hat nun auch die Thyssen Handelsunion (THU) ihre entsprechenden Aktivitaeten in einer neuen Tochtergesellschaft gebuendelt. Die Thyssen Telecom AG soll bereits zur Jahrtausendwende mit rund 10 000 Mitarbeitern einen Umsatz von zehn Milliarden Mark erzielen.

Der Duesseldorfer Konzern will, wie der Wirtschafts- Informationsdienst "vwd" THU-Chef Dieter Vogel zitiert, zwischen drei und vier Milliarden Mark ins Telecom-Business investieren. Dabei soll die Mitte Dezember 1994 gegruendete neue Tochter Thyssen Telecom mit einer Eigenkapitalquote von 180 Millionen ausgestattet werden. Mittelfristig sei, so Vogel, geplant, das Unternehmen an die Boerse zu bringen; ueber die Zusammensetzung des Aktionaerskreises werde derzeit verhandelt. Im Gespraech sind nach Angaben von Insidern vor allem die THU-Partner aus dem E-Plus- Konsortium (Veba, Bellsouth und Vodafone). Auch der Eintritt eines sogenannten "strategischen Partners" ist, wie es in Duesseldorf hiess, denkbar.

Spaceline hat 20 Prozent Marktanteil

In Thyssen Telecom sind die Beteiligung an E-Plus Mobilfunk sowie die Toechter Spaceline Communication Services und T-Net Gesellschaft fuer Netzwerk Services eingebracht. Die 1992 gegruendete Spaceline haelt nach THU-Angaben mit mehr als 1000 installierten interaktiven Satelliten-Stationen in Europa einen Marktanteil von 20 Prozent. Die Anfang 1994 gegruendete T-Net bietet Sprach- und Datendienste fuer Geschaeftskunden an und ist laut Vogel Nukleus fuer die Bewerbung um eine Telefonlizenz ab 1998.

Modell fuer Thyssen Telecom sind dem THU-Chef zufolge jene Telecom- Konzerne, die ihren Schwerpunkt im Dienstleistungsbereich und weniger in den eigenen Netzstrukturen haben. Demzufolge sei beabsichtigt, die vorhandenen Aktivitaeten weiter auszubauen und neue in Angriff zu nehmen. So befindet sich eine weitere Gesellschaft fuer Mehrwertdienste in Vorbereitung, schon Ende des ersten Quartals 1995 soll der Einstieg ins Geschaeft mit Multimedia-Loesungen auf PC-Basis erfolgen. Gedacht ist dabei an eine unfassende Palette von Loesungen fuer einen Benutzerclub, die von Teleshopping bis zu Online-Informationsdiensten reicht. Auch der mobile Datenfunk sei, wie Vogel betonte, ein interessante Ergaenzung, deshalb habe man die Option auf eine Beteiligung an der Gesellschaft fuer Datenfunk (GfD) ausgeuebt, die im Sommer eine entsprechende Lizenz erhalten hat.