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23.09.1977 - 

Projekta-"Anpassungssoftware":

"Paßt in jede Fachabteilung"

23.09.1977

KÖLN (hö) - Allein im ISIS-Software-Report 2/77 sind 34 Pakete für die Fachabteilung registriert. Hier zeichnet sieh ein neuer Trend ab. Gesprächspartner für Software-Investitionen soll derjenige sein, der mit den Informationen arbeiten und letztendlich auch die Verantwortung tragen muß: der Leiter eines Fachbereiches. Ob das steigende Bedürfnis nach "eigener" Software daraus resultiert, daß die Fachleute an der Implementierumg neuer Anwendungen bisher zu wenig beteiligt wurden oder mit den EDV-Spezialisten noch immer keine gemeinsame Sprache sprechen, sei dahingestellt. Es gibt sie, die Software für den Fachbereich - auch wenn's der EDV-Chef oft nicht wahrhaben will . . .

Mit dem Ziel, ausschließlich "Anpassungs-Software" für Fachabteilungen zu vertreiben, hat die Unternehmensberatung Schumann GmbH, Köln, Mitte 1975 eine Tochtergesellschaft "Projekta-Software-Organisation" gegründet. Dieses Unternehmen bietet heute bereits für fünf "mündige" Fachabteilungen Software an:

-Finanzbuchhaltung, Kreditoren-/ Debitorenbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung mit Investitionsverfolgung

-Ein umfassendes betriebswirtschaftliches Berichtswesen

-Ein integriertes Personalabrechnungs- und Informationssystem

-Ein Planstellen- und Personalbewirtschaftungssystem.

Dazu die Projekta-Broschüre: "Da die Systeme modular aufgebaut sind, besteht die Möglichkeit, sie an die jeweiligen unternehmensspezifischen Verfahren und Abläufe - dort, wo erforderlich - mit vertretbarem Aufwand anzupassen. Dieser Weg ist kostengünstiger als Eigenentwicklungen und führt kurzfristig zu den geplanten Effekten."

Warum "Anpassungssoftware"?

Warum der erste Kontakt für den Verkauf von Anwendungssoftware gerade in der Fachabteilung stattfinden soll, erklärt Projekta mit folgender "Philosophie": "Die Unternehmen stehen in der Regel sogenannten Standardprogrammen skeptisch gegenüber (der EDV-Leiter ohnehin, die Fachabteilungen sind meist nicht ausreichend informiert).

- Die Unternehmen wollen keine Kompromisse in ihrer Organisation eingehen.

-Die meisten Unternehmen haben ohnehin Sonderwünsche (fachabteilungsbezogen), die von keinem Standardprogramm erfüllt werden.

-Die Unternehmen (Fachabteilungen) wollen im Rahmen eines Software-Einsatzes auch die Probleme 'vor' und 'nach' der Maschine von externer Seite gelöst bekommen (Organisationsanpassung) .

-Die Unternehmen sollen die notwendigen Anpassungsarbeiten zu bereits laufenden anderen Systemen in der Regel nicht selbst vornehmen (statt Insel-Lösungen integrierte Verfahren - auch beim Einsatz von Fremdsoftware), sondern von externer Seite im Rahmen der Systemanpassung realisiert erhalten."

Projekta gibt auch die Möglichkeit, weitere Auswertungen abzurufen oder Programme zu ändern, mit in die "Hand" der Fachabteilung: Ersteres über einen kostenlos mitgelieferten List-Generator, letzteres durch die sogenannte "Schlüsselplatte", eine separate Datei, in der Schlüssel, Verzeichnisse, Tabellen etc. gespeichert und verwaltet und von der Fachabteilung gepflegt werden.

Ein neuer Weg des Software-Vertriebs?

Obwohl bei dieser für uns noch ungewöhnlichen Art, Software zu verkaufen, in den ersten beiden "Instanzen" ausschließlich mit dem Fachbereich gesprochen wird, soll der EDV-Chef nicht ganz übergangen werden: Nachdem die Fachabteilung sich durch einen mehrseitigen, nicht EDV-spezifischen Fragen-/Antworten-Katalog gearbeitet hat (bei dem die Fragen allerdings schon vom Anbieter beantwortet sind), wird das jeweilige Paket vor Fachabteilung, Organisation und EDV präsentiert. Sodann sieht das Vertriebskonzept einen gemeinsamen Besuch beim Kollegen vor, bei dem diese Anwendung bereits läuft. Als nächstes folgt eine Voruntersuchung mit abschließendem Bericht, Zeit- und Maßnahmenplan, an die das verbindliche Angebot über Kaufvertrag, Dienstleistungsverträge und Anpassungsarbeiten anschließt.

Vorteil gegenüber herkömmlichen Software-Angeboten soll sein, daß

-vor Beginn jedes Projektes die Kosten und die Termine für die Realisierung verbindlich genannt

- alle Anforderungen der Fachabteilungen erfüllt

-Nahtstellen zu angrenzenden Arbeitsgebieten berücksichtigt

-Probleme mit Organisation und Datenverarbeitung abgestimmt

-Mitarbeiter informiert und geschult sowie

-Risiken durch vollverantwortliche Realisierung von Projekta-Fachleuten minimiert werden.