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07.11.1975

Paul G. Dolan, bislang Manager der auf EDV-Personalberatung spezialisierten IRS Deutschland in Frankfurt, stelle sich samt Unternehmen au eigene Füße. Die Tochtergesellschaft der International Research Services Corp., KansasUSA, verselbständigte sich.

Paul G. Dolan, bislang Manager der auf EDV-Personalberatung spezialisierten IRS Deutschland in Frankfurt, stelle sich samt Unternehmen au eigene Füße. Die Tochtergesellschaft der International Research Services Corp., Kansas/USA, verselbständigte sich. Die Beratungsgesellschaft firmiert jetzt als IRS Dolan Consulting. Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter ist Dolan himself. Spezialität des Head-Hunters, der in letztere Zeit zahlreiche DV-Führungskräfte von Sessel zu Sessel schiftete, ist das Personalauslesesystem Management Selection by Objektives (M.S.bO.).

Karl-Heinz Schmidt (53), PR-Direktor der Triumph-Adler AG, Würzburg, und Journalist aus Leidenschaft, bewies bei der Systems-Eröffnung erneut das Improvisationsvermögen eines richtigen Pressemenschen. Da bei der Eröffnung der Festredner Helmut Rausch - als Nixdorf-Vorstand auch Präsident des Ausstellerbeirates - wegen Nebel ausfiel, sprang Stellvertreter Schmidt in die Rede-Bresche. Tenor des Schmidt-Beitrags: Wenn es die Systems nicht gäbe, müßte sie erfunden werden und Hersteller macht endlich den Dialog entkrampfter. Am Abend des gleichen Tages zeigte sich TA-Sprachdekorateur Schmidt bei einem Empfang für EDV-Topmanager von einer ganz anderen Seite: er gab einen Exkurs über seine Afrika-Erfahrungen. Beim Boxkampf des Jahres 1974 zwischen Cassius Clay und George Forman in Kinshasa/Zaire managte Schmidt für Präsident Mobutu PR-Probleme. Ganz nebenbei verkaufte er dem Dunkelmann gleich 500 Schreibmaschinen aus Nürnberg. Mobutu hatte bar zu zahlen.

Gerhard Jörg (30) präsentierte, sich zur Systems 75 als frischinstallierter stellvertretender Geschäftsführer und Vertriebschef der Diehl Datensysteme GmbH, Nürnberg. Jörg, ehemaliger NCR-Mann und in den letzten sechs Jahren einer der führenden Köpfe der Startmannschaft bei der Nixdorf AG, Paderborn, soll offensichtlich mit seinem MDT-Know-how den Vertrieb der CTM-Bereichs ist Otto Müller, der Ende letzten Jahres eine Mehrheitsbeteiligung der von ihm gegründeten Firma an die Diehl-Gruppe verkauft hatte. Müller sichert den Fortgang der anspruchsvollen CTM-Entwicklung. Frau Ilse Müller blieb Gesellschafterin des Unternehmens. Ausgeschieden ist der ehemalige CTM-Vertriebschef Klaus Kühl. Kühl war beim Besitzwechsel der CTM zunächst in der alten Position tätig. Er verläßt Diehl auf eigenen Wunsch, um in der Branche eine neue Management-Aufgabe zu übernehmen: noch möchte er das Etikett am neuen Stuhl allerdings nicht nennen. Kühl kann auf langjährige Erfahrung bei ICL zurückblicken. Vorübergehend amtierte er als Vertriebschef der inzwischen liquidierten Frankfurter ABS GmbH (Multibus-Systeme). os

Egon Kaiser (35), will nach acht Jahren Nixdorf-Zugehörigkeit - Distriktleiter Süd und zuletzt Chef einer Systemgruppe in München- sein EDV-Wissen gewinnbringender vermarkten: Gemeinsam mit Jens Burmeister und Franz Klaus Hastreiter, die er aus Nixdorf-Zeiten kennt, gründete er die dialog Gesellschaft für Software-Vertrieb und Software-Beratung mbH, Karlsruhe, mit Niederlassungen in München, Nürnberg und Paderborn. Zweck der neuen Firma: Vertrieb und Installation kommerzieller Anwender-Software nicht etwa für Paderborner MDT-Systeme sondern Basic/Four-Computer von MAI. An die neue Aufgabe geht Kaiser mit dem Selbstvertrauen heran, das man bei Nixdorf-Leuten gewohnt ist: "Diesen Markt kenne ich wie meine Westentasche". Produktion und Vertrieb der dialog-Softwarepakete sind getrennt, darin sieht Kaiser ein zukunftsweisendes des Konzept.

Professor Dr. Heinz Gumin, Siemens-Vorstand und Chef der DV-Aktivitäten, gewährte dem CW-Redakteur Otto Schulte im Anschluß an die Systems-Podiumdiskussion mit der Wirtschaftspresse Barzahlung: Schulte hatte in einemPrivatgespräch, wie schon zuvor bei der Podiumsdiskussion, zu wissen begehrt, was denn die Siemens AG eigentlich mit den 90 Millionen Mark Bundesförderung im DV-Bereich eigentlich gefördert habe. Schulte: "Das interessiert mich auch als Steuerzahler, denn mein Beitrag beträgt doch rund 1,50 Mark." Gumin tat das nächstliegende. Er zahlte an Schulte zurück: ein Markstück, ein Fünfzigpfennigstück. Die Antwort blieb er schuldig.

Wolfgang Dietrich, Vertriebsleiter der Alfred Strässle Datentechnik KG, Stuttgart, ist siegesgewiß: "Gegen Nixdorf haben wir noch nie verloren." Der Dietrich-Spruch auf der Systems bezog sich auf den Wettbewerb im Kleincomputermarkt. Die Strässle KG verkauft als erstes Unternehmen in der BRD gezielt kommerzielle Systeme von Data General. Acht Abschlüsse stehen bereits im Auftragsbuch. os