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21.02.1992 - 

Neue Perspektiven durch eingebaute Netzadapter

PC-Anbieter erwägen den Einsatz neuer Chip-Sets von TI und Chips & Technologies

SAN MATEO (IDG) - Apple Computer, Compaq und Dell Computer liebäugeln mit den von Texas Instruments (TI) sowie Chips & Technologien in Aussicht gestellten Chip-Sets, die zur Herstellung von Ethernet- und Token-Ring-Interfaces für System-Boards geeignet sind.

Da die neuen Entwicklungen in erster Linie PC-Anbietern zugute kommen sollen, werden die Chip-Sets außerdem die Konzeption von Adapterkarten für zwei Protokolle ermöglichen. Leon Adams, Marketing-Manager für offene Systeme bei TI, geht davon aus, daß entsprechend ausgerüstete Maschinen in der zweiten Hälfte dieses Jahres zur Verfügung stehen.

Voraussetzung dafür wäre es allerdings, daß die PC-Hersteller eine Reihe von technischen Problemen, so zum Beispiel im Bereich der Software-Driver, lösen könnten. Außerdem komme es auf die Bereitschaft von seiten der Kunden an, bisherige Netzwerkkarten zugunsten eines integrierten Netzwerk-Supports aufzugeben.

Der TI-Spezialist erklärte ferner, daß PCs mit eingebauten Adaptern voraussichtlich nur 200 Dollar mehr kosten würden als solche ohne die beschriebene Integrierbarkeit. Diese Annahme würde zugleich einen enormen Preisrückgang im Bereich der Token-Ring-Netze mit einer Geschwindigkeit von 16 Mbit/s bedeuten. Ethernets und 4Mbit/s-LANs gemäß 802.5 seien bereits wesentlich billiger geworden, die 16Mbit/s-Angebote würden in der Regel derzeit jedoch noch das Doppelte oder Dreifache kosten.

Die neuen Offerten mögen zwar verlockend sein, trotzdem melden die Hardwarehersteller selbst Bedenken an - ähnliche wie die Fachleute aus der Halbleiter-Branche.

So meint Charlie Sauer, Vizepräsident für technologische Strategien bei Dell: "Die neuen Chips sind technologisch interessant und in vieler Hinsicht wichtig. Aber es gibt zur Zeit einige Hindernisse." Zunächst einmal müßten die Kunden mitziehen, zum zweiten seien die PC-Hersteller auf Gebieten gefordert, wo sie normalerweise über wenig Erfahrung verfügten, nämlich bei der Wahl der geeigneten Übermittlungsmedien und der Entwicklung von Software-Drivern.