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28.01.1983 - 

Mehrere Programme auf einem Bildschirm:

PC-Datentransfer mit der Maus

28.01.1983

LAS VEGAS/MÜNCHEN (pi) - Das "kreative Chaos" auf dem Schreibtisch eines Geschäftsmannes kann durch eine neue Generation von Mikrocomputer-Software der VisiCorp aus dem amerikanischen Las Vegas auf einem Personal-Computer-Bildschirm nachvollzogen werden.

Ermöglicht wird dieser Schritt durch die Darstellung verschiedener Anwenderprogramme in Fenstern auf dem Schirm, wobei diese Fenster ähnlich Papierunterlagen übereinander oder versetzt dargestellt werden können. Verbindungsglied ist eine "Maus".

Durch "Vision" hat der Anwender Zugang zu einem oder mehreren Anwendungsprogrammen, zwischen denen Daten durch das Hilfsmittel "Maus" transferiert werden können. Die Maus bewegt den Bildschirmanzeiger so, als sei sie eine Verlängerung des menschlichen Armes. Durch Antippen der verschiedenen Fenster über die "Maus" können Programme aktiviert werden, um mit ihnen zu arbeiten. Diese Fenster sind sowohl in ihrer Größe als auch in ihrer Positionierung variabel.

Das Produkt ist Maschinen- und Betriebssystem-unabhängig. VisiCorp bezeichnet es als eine "Anwender-Umwelt", die entworfen wurde, um über dem untergeordneten Gast-Betriebssystem zu laufen. Diese Gast-Ebene sorge dafür, daß die Vision-Umgebung an verschiedene Prozessoren und Betriebssysteme angepaßt werden könne. Man hofft bei den Amerikanern, daß diese offene Bauweise Softwareunternehmen anregt, Anwenderprogramme für Vision zu schreiben und Hardwarehersteller das Produkt in ihre Personal Computer integrieren.

Zuerst werden von dem Unternehmen selbst Schlüsselanwendungsprogramme fertiggestellt, wie elektronisches Arbeitsblatt, Textverarbeitung, Datenbank-Management und Grafik. Vorgesehen ist die Implementierung für Apple, Commodore, den IBM-PC (auf dem das System auch in München präsentiert wurde) und neuerdings auch für den Personal Computer der Digital Equipment Corporation.

Gleichzeitig mit dieser Systemphilosophie kündigt VisiCorp neue Textverarbeitungsprogramme für den IBM-PC an: VisiWord TM und VisiSpell. Beide Programme werden im ersten Quartal dieses Jahres bei den Händlern des Unternehmens erhältlich sein.