Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.08.1992 - 

MessenachleseTeil 3:

PC-Expo: Interessantes blüht einmal mehr im verborgenen

NEW YORK (jm) - Ob es der IBM nun paßte oder nicht: Auch auf der PC-Expo hatten viele Software-Entwickler wieder den Windows Hit auf den Lippen. Im abschließenden Teil der Messebetrachtung soll ein - sicher nicht vollständiger - Überblick über neue Anwendungen für Microsofts grafische Oberfläche gebeten werden.

Mit "Wired for Sound Pro" bringt die Artisoft Inc. jetzt auch den Versionen 3.0 und 3.1 von Windows Töne bei. Diese können sowohl aufgenommen als auch wiedergegeben werden. Die Software unterstützt die Sound-Blaster- und Sound-Blaster-Pro-Karten sowie zu diesen kompatible Boards und ist laut Hersteller auch in Netzwerken ablauffähig. Wired for Sound Pro läßt sich unter anderem in allen Windows-Applikationen zur akkustischen Untermalung von Informationen benutzen - denkbar wäre etwa, die in einer Tabellenkalkulation ausgewiesenen schlechten Geschäftsergebnisse mit den Anfangsakkorden aus Mozarts Requiem zu untermalen.

Mit "Alltype" von Atech Software haben nicht nur DTPer ihre Freude: Die Software gibt dem Anwender ein Tool an die Hand, das nach dem Versprechen des Herstellers die Formate aller skalierbaren Schriften in diejenigen anderer Schrifttypen konvertiert. Alltype unterstütze die Konversion zwischen den Druckersprachen Intellifont von Hewlett-Packard, Adobes Postscript, True-Type von Microsoft, dazu Fastfont von Atech, Fontware von Bitstream und die Formate von Geoworks sowie Nimbus Q. Außerdem sei Alltype vollständig kompatibel zu den wesentlichen heutigen Anwendungen. Dem Anwender stehen neben Konversionsoptionen zudem weitere Möglichkeiten zur Manipulation des Schriftbildes zur Verfügung.

Für Benutzer, die ihre Dokumentenverwaltung im LAN unter Windows erledigen wollen, könnte das netzwerktaugliche Softwarepaket "Desktop Document Manager" (DDM) von der Alacrity Systems Inc. von Interesse sein. Mit DDM können Benutzer ein Dokumenten- und Bildverwaltungs-Werkzeug einsetzen, das auf digitalem Wege Papier- und Fax-Dokumente archiviert, mit dem darüber hinaus Suchläufe gestartet werden können. Für den automatischen Datenaustausch und -abgleich (DDE = Dynamic Data Exchange) steht für DDM jetzt auch ein Entwicklungs-Kit zur Verfügung.

Unter 40 Diagramm- und 80 Erweiterungsoptionen für Darstellungen aus dem geschäftlichen Bereich bis zum wissenschaftlichen und technischen Sektor läßt sich bei Deltapoint Inc. und deren Grafikanwendung "Deltagraph Professional for Windows" auswählen. Zu den Charakteristika der Software gehören DDE-Direktverbindungen (hot links) zu Microsofts Tabellenkalkulation Excel, umfängliche FormatierkontrolIen, OLE-Diagramm- und Grafik-Verbindungen (Object Linking and Embedding), Bibliotheken für Logos und die digitale Hilfe "Chartadvisor", die dem Anwender hilft, die für seine Zwecke jeweils optimale Diagrammdarstellung zu finden. Diashows lassen sich mit Deltagraph ebenso verwirklichen wie die Erstellung von Run-time-Versionen, die dann auch ohne das eigentliche Programm ablauffähig sind.

Für alle Manager ist die Managementsoftware "Act! for Windows" von Contact Software International gedacht. Das Produkt setzt auf einer Datenbank im Dbase-Format auf, bietet darüber hinaus Termin- und Kalenderfunktionen, eine Textverarbeitung sowie eine Kommunikationssoftware. Eine Act!-Version ist auch für Macintosh-Rechner verfügbar.

Nach flotter Handhabung klingt "Vivace for Windows" von der Digital Equipment Corp., eine an objektorientierter Technologie ausgerichtete Desktop-Manager-Software. Sie soll es Anwendern erleichtern, mehrere Applikationen, Netzdienstleistungen und eine große Anzahl von Dokumenten zu verwalten. Vivace läuft sowohl auf Einzel-Arbeitsplätzen als auch - laut Hersteller - in jedem PC-LAN. Mit Piktogrammen läßt sich unter Vivace bildlich die persönliche Arbeitsumgebung in bezug auf Applikationen, vorhandene Drucker, Faxgeräte, CD-Laufwerke und auf den Ort der Speicherung von Daten nachbilden. Eine Stärke von Vivace sei dabei vor allem auch die netzweite Suche nach gespeicherten Daten unabhängig von der Anwendung, in der die Daten lagern. Auch von DEC stammt zudem Version 2.0 von "Browser for Windows". Dieses Softwarewerkzeug dient als Informationsnavigator, um Dateien sowohl in lokalen als auch weltweiten Netzen nicht nur zu suchen und zu finden, sondern diese auch in jeweils andere Dateiformate zu konvertieren. Die Browser-Software ist integriert in die E-Mail-Funktion von Pathworks.

Noch eine Datenbankanwendung unter Windows, diesmal allerdings mit Einbindung von Text, Farbfotos und sogar Bewegtbildern kann die Harley Systems Inc. mit dem Datenbank-Management-System "Multimediabase" vorweisen. Die Textfelder eines Datensatzes können bis zu 30000 Zeichen aufnehmen. Auch ein Zeitplaner für zu erledigende Aufgaben, Reportgenerierungen sowie die eigenständige Gestaltung von Pop-up-Textfenstern und Rollbalken sind möglich. Zudem lassen sich laut Hersteller in Minutenschnelle alle Funktionen zu einer einzigen Anwendung zusammenbinden.

Nachdem das Photo-CD-System von Kodak schon einigen Staub aufgewirbelt hat, gibt es immer mehr Hersteller, die mit Hard- und Softwareprodukten diesem digitalen Fotoverfahren assistieren. Die Image-In Corp. ist mit den aktuellen 3.1-Versionen der drei 24-Bit-Farbfoto-Retuschiersysteme "Scan & Paint", "Image-in-Color" sowie "Image-in-Color-Professional" mit von der Partie, die das nachträgliche Bearbeiten von Fotos gestatten. Mit den Editier-Tools lassen sich nicht nur Retuschen anbringen, auch Farbkorrekturen, Rotations- und Beschneidungsoptionen unter anderem sind möglich. Exportfunktionen in diverse Publishing-Anwendungen werden unterstützt. Zudem läßt sich der Eindruck der Fotos auf digitalem Weg auch in puncto Schärfe modifizieren, auch Weichzeichnereffekte lassen sich applizieren. Datenkompression wird nach dem JPEC-Standard unterstützt.

Mit Multimedia das große Geld machen

Windows-Anwender, die Wert auf Host-Anbindungen legen, hilft die KEA Systems Ltd. mit Version 2 von "Keaterm 420". Hierbei handelt es sich um eine VT420-Emulationssoftware, wobei man unter Zuhilfenahme von Windows Daten über die Copy-and-Paste-Funktion vom PC zum Host transferiert. Zu den Verbesserungen der neuen Keaterm-Version gehören unter anderem eine leistungsstärkere Script-Sprache mit Online-Debugger-Möglichkeiten und eine DDE-Option, um Keaterm in andere Windows-Applikationen einzugliedern. Ein weiteres Terminal-Softwareprodukt, "Keaterm 420 plus", unterstützt zudem Tektronix-Produkte.

Von der Lasergo Inc. stammt eine Sammlung von 125 skalierbaren True-Type-Fonts für Windows 3.1. Alle von dieser Version bedienten Drucker werden auch vom Lasergo-Produkt unterstützt, während alle Windows-Applikationen, die konform gehen mit dem True-Type-Fontstandard, auch für Lasergo geeignet sind.

Wieder etwas für Organisierer ist die Software von Lotus Development Corp., "Lotus Organizer for Windows". Kalender, Liste für Erledigungen Zeitplaner, Adressen- und Notizbuch sowie eine Erinnerungsstütze für wiederkehrende Ereignisse gehören zu dem Paket. Selbständig macht die Software auf Termine aufmerksam. Wer es lieber auch in der Hand haben möchte: Ausdrucke gehören zum Leistungsumfang.

Für Multimedia unter Windows sorgt zwar schon Microsoft, doch wollen auch andere Hersteller in diesem Bereich ihre Schäfchen ins trockene bringen: Macromedias "Macromedia Action! for Windows" in der Version 2.0 ist ein Multimedia-Präsentationswerkzeug unter anderem mit DDE-Links, Midi-Sound- sowie True-Type-Font-Unterstützung sowie einer Runtime-Option, um Präsentationen zu vervielfältigen. Daten etwa für 2D- und 3D-Diagramme lassen sich im DDE-Verfahren mit anderen Windows-Applikationen, zum Beispiel Excel oder 1-2-3, verbinden, so daß bei Änderungen in der Tabellenkalkulation auch das Diagramm automatisch verändert wird. Zudem präsentierte der Multimedia-Spezialist seine aktuelle Version (1.1) der Autorensoftware "Authorware Professional". Hiermit kann der Anwender selbst komplette Anwendungen etwa für computerunterstütztes Training und Lernen erstellen.

Von der PC-Kwik Corp. stammt "Winmaster", ein Werkzeug für leichteres Arbeiten in Windows. Mit einem Tastenanschlag hat der Anwender Zugriff auf Programme und Dateien und erhält auch grafisch aufbereitete Informationen über die aktuelle Systemleistung und die Auslastung der peripheren Massenspeicher. Festplattenoptimier-Software sowie ein Kompressions- und Speicherprogramm zur ökonomischen Ausnutzung der Massenspeicher gehören zum Lieferumfang.

Durchaus angebracht scheint ein Diagnosewerkzeug zu sein, um die Zusammenhänge zwischen Windows und der darunterliegenden Hardware zu verstehen. "Skylight" von der Renasonce Group Inc. dient hier als Ausputzer für kritische Fälle. Grafisch lassen sich alle Speicherbereiche anzeigen, auf die Windows zugreift. Auch Massenspeicherperipherie sowie Systemschnittstellen und das Task Management fallen unter die Obhut von Skylight. Der integrierte Editor soll bei der optimalen Konfiguration der wesentlichen Systemdateien Autoexec.bat, Config.sys, Win.ini und System.ini auch durch die kontextabhängige Hilfe mit mehr als 650 DOS und Windows-Befehlen dem Anwender zur Seite stehen.

Netzmanagement auch für kleine Unternehmen

Netz-Management in Ethernet-Netzen soll auch für Kleinunternehmen oder Abteilungen zu einem erträglichen Preis

möglich sein: "Lattis EZ-View" von der Synoptics Communications Inc. macht es Anwendern möglich, die "intelligenten" Hubs von Synoptics zu nutzen, um grundlegende Management-Aufgaben wie die Portein- und -aufteilung sowie die Kontrolle der Systemauslastung zu bewerkstelligen. SNMP-Konventionen (Simple Network Management Protocol) werden von der Software unterstützt, die von jedem Arbeitsplatz aus unter Windows 3.1 gesteuert werden kann. Netware 3.11 wird bedient.

Den Erweiterungsspeicher-Modus von Windows nutzt "Systat 5.0", die Statistik-, Analyse- und Grafiksoftware von der Systat Inc. Regressionen, Veränderungsanalysen und deskriptive Statistiken sind einige Anwendungsbereiche dieser Software. Zu den Grafikoptionen gehören unter anderem Histogramme, Scatterplots sowie 3DGrafiken.

Von dort, wo die Urväter der ersten grafischen Oberfläche schon residierten, stammt ein sehr interessantes Windows-Produkt. Die Xerox-Xsoft-Entwickler im Xerox-Parc (Palo Alto Research Center) haben mit "Rooms for Windows" mehr als einen Gag gelandet: Der Anwender konstruiert sich hiermit "Räume", in denen PCs installiert sind, mit all deren Applikationen. Der Anwender kann sich nun auf die Wanderschaft durch diese Räume begeben, wobei er sich per Tastendruck nicht nur fortbewegt, sondern auch von DOS- in Windows-Anwendungen überzuwechseln vermag. Schaltet der Anwender seinen PC ein, öffnen sich automatisch alle Dateien und Applikationen.

Noch eine Management-Software stammt von der Xtree

Company. Mit "Xtree for Windows" stehen dem Anwender so viele Optionen zur Ansicht von Dateien und Anwendungen zur Verfügung - ohne die Applikationen dabei öffnen zu müssen -, wie in keinem anderen Programm, behauptet der Hersteller. Mausunterstützung und komfortable Kopierfunktionen gibt es auch.

Schließlich weitet Zylab sein Retrievel-Software-Angebot mit "Zyindex for Windows" aus: Die auch netztaugliche Software ermöglicht es dem Anwender, verschiedene Dokumente oder Datenbanken sowie Grafiken zu einer Gesamtheit zu verbinden, um dort einen Suchbegriff zu bearbeiten. Der Benutzer ist auch in der Lage, Anmerkungen in Dokumenten anzubringen ohne diese selbst zu verändern. Unterstützt wird von Zyindex das DBF-Datenformat von Dbase für die Versionen III, III Plus sowie Dbase IV.