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24.07.1998 - 

Warnung: Alte Systeme nicht einfach aufrüsten

PC-Hersteller reagieren auf Schwächen von Windows 98

Microsofts neues PC-Betriebssystem Windows 98 ist zum Zankapfel zwischen den Softwarelieferanten, den PC-Herstellern und den Anwendern geworden. Insbesondere bei älteren Maschinen ergeben sich Kompatibilitätsprobleme, obwohl sich altes und neues Betriebssystem nicht stark voneinander unterschieden (siehe CW 28/98, Seite 12: "Update auf Windows 98 bereitet Anwendern Probleme").

Neben Problemen mit den Treibern muß speziell bei Notebooks unter Windows 98 das BIOS angepaßt werden. Deshalb plant Hewlett-Packard, den Käufern der für das vierte Quartal avisierten neuen Tragbaren die Wahl zwischen beiden Betriebssystemen einzuräumen ("Dual-Boot-Feature"). Ähnlich verfährt Acer bei den Notebook-Serien "Travelmate" und "Extensa". Sowohl die Händler als auch die Anwender sollen wieder Zugriff auf Win- dows 95 erhalten. NEC geht noch einen Schritt weiter und liefert die "Versa-LX"- und "SX"-Note- books werksseitig mit dem alten Betriebssystem aus, es sei denn, der Kunde wünscht ausdrücklich die neue Variante.

PC-Hersteller wie Dell, IBM, Compaq und Toshiba warnen auf ihren Web-Seiten davor, auf Microsofts neues Produkt umzusteigen ohne vorher neue Treiber- und BIOS-Software aufgespielt zu haben. Big Blue arbeitet zudem derzeit an einer CD-ROM, die Updates von BIOS und Treiber für Windows 98 enthält. Die Warnungen kommen nicht von ungefähr, denn Datenverlust droht, wenn ältere Notebooks auf Windows 98 aufgerüstet werden und die "File-to-save"-Funktion aufgerufen wird, berichtet die CW-Schwesterpublikation "Infoworld". Microsoft leugnet bisher, daß ein spezifischer Trend bei den Beschwerden auszumachen sei. Kim Akers, Microsofts Produkt-Manager für Windows, schiebt den Herstellern die Verantwortung zu: "Die OEMs müssen das BIOS entwickeln." Dennoch arbeiten die Redmonder derzeit zusammen mit HP an einem Werkzeug, das unter dem Namen "Microsoft Multiple Operating System Preinstallation Toolkit Guide" die Dual-Boot-Funktionalität vereinfachen soll.