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26.02.1999 - 

Intels Werbekampagne kostet 300 Millionen Dollar

PC-Hersteller stehen hinter dem Pentium III

MÜNCHEN (CW) - Intel weiß eine breite Front von Hardware- und Softwareherstellern hinter sich, die den neuen Pentium-III-Prozessor unterstützen. Anläßlich einer Vorführung der neuen CPU im kalifornischen San Jose schwor Intel-CEO Craig Barrett die PC-Gemeinde auf den neuen Chip ein.

Mit dem Frühstart des Pentium III, eine Woche vor der offiziellen Vorstellung am 26. Februar, will die Prozessorschmiede aus Santa Clara ihrem neuen Hoffnungsträger einen Vorsprung im PC-Markt verschaffen. Eine 300 Millionen Dollar teure Werbekampagne, die größte in der Geschichte Intels, soll dem neuen Chip seinen Weg in den PC-Markt ebnen, so Barrett.

Mehr als 200 Hersteller aus dem Software- und Hardwarelager haben bei der Prozessorvorschau die Bereitschaft bekundet, ihre Produkte auf den Pentium III zuzuschneiden. Auf dem deutschen Markt werden Ende Februar Pentium-III-Systeme von Acer, Actebis, Compaq, Dell, Gateway, Hewlett-Packard und Siemens erwartet.

Die neue CPU, die mit Taktraten von 450 und 500 Megahertz rechnen soll, integriert einen erweiterten Befehlssatz, die sogenannten Katmai New Instructions (KNI), mit deren Hilfe Audio- oder Grafikanwendungen schneller ablaufen können. IBM sowie Lernout & Hauspie unterstützen mit den neuesten Versionen ihrer Spracherkennungsprogramme bereits den neuen Befehlssatz. Und die ersten 3D-Anwendungen im Internet, die speziell an den Pentium III angepaßt sind, präsentiert der Suchmaschinenanbieter Excite. Produkte, die der Anwender via Internet kaufen möchte, können gedreht und von allen Seiten betrachtet werden.

Analysten schätzen KNI ein wenig leistungsstärker ein als die "3D-Now"-Technologie des Intel-Rivalen AMD. Zugleich kritisieren sie aber, daß der Chipgigant KNI nur in den teuren High-end-Prozessoren anbietet, während 3D-Now in der kompletten CPU-Palettevon AMD integriert ist. Bei Intel gebe es keine Pläne, die KNI-Technologie in die Celeron- oder Pentium-II-Chips zu übertragen,so Paul Otellini, Vice-President und General Manager der Intel Architecture Business Group.

Die fest in die Pentium-III-CPU integrierte Chip-ID, die in den letzten Wochen für Aufruhr bei Datenschützern gesorgt hat, sollen die PC-Hersteller in den neuen PC-Systemen standardmäßig deaktivieren, so Mike Aymar, Vice-President bei Intel. Mit Hilfe einer speziellen Software können Anwender bei Bedarf die Prozessor-ID ein- und ausschalten.