Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.10.1987 - 

Mangelnde Verbreitung aufgrund falscher Informationen:

PC im Büro noch eine Rarität

MÜNCHEN (CW) - "Das Büro der achtziger Jahre ist lange nicht so zeitgemäß und modern ausgestattet, wie es aufgrund der verfügbaren Techniken der Büromaschinen-Industrie eigentlich sein könnte." Zu diesem Ergebnis kam eine Zielgruppenstudie der Commodore Büromaschinen GmbH. Als moderne Technik wurde von den Befragten die elektronische Schreibmaschine angesehen.

Commodore versteht die Studie als Ergänzung zu den bekannten Umfragen, die ermittelt hatten, daß nur 15 Prozent der Büroarbeit mit Hilfe von Computersystemen erledigt werden. Der befragte Personenkreis setzte sich zusammen aus Anwendern, also Sekretär(in) und Sachbearbeiter(in), die täglich umfangreiche Schreibund Verwaltungsarbeiten zu erledigen haben und Entscheidungsträgern, beispielsweise Geschäftsinhaber oder Abteilungsleiter.

Christian Schwab, Leiter der Forschungsgruppe Markt und Motiv, die diese Studie im Auftrag von Commodore durchführte, faßte das Ergebnis zusammen: "Der PC wird zwar allgemein als Arbeitshilfe in Büro und Verwaltung akzeptiert, ist aber mit 26 Prozent noch zu gering vertreten." Ganz offensichtlich bleibe noch einiges zu tun, um bei Büroangestellten einen abgerundeten Informationsstand über den Computer aufzubauen. Vorurteile müßten korrigiert und vermeintlichen Gefahren durch Aufklärung gegengesteuert werden. Hinzu komme, daß auch die begleitenden Mittel und Maßnahmen während der Installation von DV-Systemen noch verbessert werden könnten.

Eindeutig bessere Berufs- und Verdienstchancen

Der Begriff Textverarbeitung werde bisher noch kaum verwendet, so Schwab weiter. Obwohl 50 Prozent der Unternehmen mit PCs ausgestattet seien, würden sie in Büro und Verwaltung zu wenig eingesetzt. Es bestehe zwar generell eine positivrationale Einstellung zum Computer und die große Hilfe bei Routinearbeiten werde erkannt. Der Wunsch, ihn selbst zu nutzen, sei jedoch geringer ausgeprägt und werde von einer Art defensivem Informationsverhalten begleitet.

Mitarbeitern, die mit einem Computer umzugehen verstünden, würden eindeutig bessere Berufs- und Verdienst-Chancen eingeräumt, ermittelten die Marktforscher. Deshalb sei es besonders wichtig für Jugendliche und Auszubildende, den Umgang mit einem PC zu erlernen. Wer bereits die Vorteile der DV erkannt hätte, entscheide sich für das Arbeiten mit dem PC, wer bislang noch keinen Kontakt zu einem Computer gehabt habe, entscheide sich eher dagegen. Der Anteil der Skeptiker habe in dieser Gruppe bei 30 Prozent gelegen.

Gründe für die Ablehnung würden oft in gesundheitlichen Gefahren gesucht. Wichtiger, und deshalb von der ganzen DV-Branche unbedingt zu beachten, sei die Scheu aufgrund mangelnder Informationen. Hier decke die Studie auf, daß dieser Mangel auch auf einer sehr geringen Bereitschaft beruhe, sich selbst zu informieren.