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19.09.1997 - 

Nicht jeder Rechner wird Windows 98 voll unterstützen

PC-Käufer sollten sich vor alten Hüten in acht nehmen

Windows 98 wird unter anderem die Fähigkeit besitzen, einen PC oder einzelne Komponenten automatisch in den sogenannten Schlafmodus zu versetzen, wenn keine Aktivitäten stattfinden. Gleichzeitig reduziert sich der Stromverbrauch erheblich. Erhält der PC ein Signal für eine Aktion, fährt das Betriebssystem ihn auch wieder hoch.

Durch die als "Instant On" bekannte "On-Now"-Option läßt sich der PC zum Anrufbeantworter oder Faxempfänger umfunktionieren und ist bei geringem Energieverbrauch prinzipiell immer empfangsbereit. Vor allem für Push-Technologien ist dies interessant, kann doch auf diese Weise ein PC vom Anwender vorgewählte Informationskontingente auch nachts aus dem Internet herunterladen.

Die On-Now-Option hat allerdings einen Haken: Sie läßt sich erst dann aktivieren, wenn ein PC über einen Chipset verfügt, der diese Funktion auch unterstützt. Nur Intels kürzlich präsentierter "440LX"-Chipsatz für Pentium-II-Prozessoren beziehungsweise das zur CeBIT 1997 vorgestellte "430TX"-Pendant für Pentium- und Pentium-MMX-CPUs leisten dies.

Die neuen Chipsätze sollen zum einen über den Advanced Graphics Port (AGP) 3D-Daten schneller verarbeiten. Von Bedeutung ist aber zum anderen die neue Funktion "Advanced Configuration and Power Interface" (Acpi). Sie regelt einerseits die Art und Weise, wie sich Betriebssystem und Systemplatinenkomponenten, etwa Chipsets, aber auch Peripheriegeräte über die Energieversorgungsmodi verständigen. Acpi erleichtert es andererseits PC-Netz-Administratoren, Verwaltungs- und Reparaturaufgaben an PCs auch remote, also per Fernwartung, vorzunehmen. Solche Vorgänge ebenso wie Software-Aktualisierungen lassen sich künftig - zumindest teilweise - automatisieren.

Bisherige Stromsparkonzepte wurden relativ unintelligent über das Bios abgewickelt. Einzelne nicht in Aktion befindliche Komponenten ließen sich nach einem vordefinierten Zeitraum abschalten. Mit Acpi werden vom Betriebssystem über ein sogenanntes Operating System Directed Power Management (OSPM) sämtliche Energieversorgungsaspekte in einem PC oder Notebook gesteuert.

Wenn ein PC aber nur über ein Acpi-konformes Betriebssystem wie Windows 98 verfügt, seine Hardwarekomponenten diese Schnittstellendefinition aber noch nicht unterstützen, schadet dies laut Aussagen von Intel sogar mehr als es nutzt.

Mit anderen Worten: Acpi ist die Technologiebasis für die "On-Now"-Funktion von Windows 98. Anwender, die die Funktionen des für kommendes Frühjahr avisierten Microsoft-Betriebssystems vollständig nutzen wollen, werden sich vor dem Kauf eines neuen PCs also die Frage stellen müssen: Arbeitet mein PC mit Acpi-konformen Chipsets und Peripheriegeräten wie etwa Faxmodems? PC-Hersteller weisen in ihren Datenblättern in der Regel nicht auf solche technischen Details hin.

Microsoft selbst wird 1998 ein Marketing-Programm unter dem Namen "Designed for Windows 98" ins Leben rufen. Bei PCs, die dieses Logo tragen, kann der Käufer sicher sein, daß sie auch mit Intels 440LX/430TX-Chipsätzen arbeiten.