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Deutsche IBM-Händler mit erstem Finanzierungspartner


25.09.1992 - 

PC-Leasing entwickelt sich zur echten Beschaffungsalternative

MÜNCHEN (CW) - Um die Aktivseite ihrer Bilanz nicht übermäßig aufzublähen, lassen immer mehr Anwender ihren Desktop-Park fremdfinanzieren: Damit wird das PC-Leasing zur Beschaffungsalternative. Die Anbieter beginnen, ihre Angebote entsprechend auszurichten.

Das jüngste Beispiel liefert die IBM Deutschland GmbH, die jetzt blaue PCs durch die Grenke Leasing KG aus Baden-Baden finanzieren lassen will. Diese führt IBM-PCs, die über Händler an die Endkunden gehen, in den eigenen Büchern. Dabei hat der Kunde nach Auskunft von Firmeninhaber Wolfgang Grenke die Wahl zwischen Verträgen mit Vollamortisation und solchen mit Teilamortisation. Für letztere behält Grenke sich ein Andienungsrecht vor.

Teilamortisation erlaubt zwar geringere Leasingraten, aber der Kunde muß damit rechnen, am Ende der Vertragslaufzeit einen Restwert zu zahlen. Hat er keine weitere Verwendung für den PC, müßte er ihn eigentlich weiterverkaufen, was nahezu aussichtlos ist. Grenke empfiehlt daher das Full-pay-out.

Das Unternehmen hatte das Angebot seit April in Zusammenarbeit mit ausgewählten IBM-Händlern getestet, bevor in der letzten Woche alle Big-Blue-Handelspartner einbezogen wurden. Der Verlauf der Testphase läßt Grenke zufolge die Hochrechnung zu, daß man in zwei bis drei Jahren 25 000 PCs installiert haben werde.

Bislang wird das PC-Leasing im deutschsprachigen Raum nur wenig praktiziert. Die preisliche und technische Marktdynamik, spekuliert Grenke, wirke abschreckend. In den USA sieht das anders aus: Dort machte Hughes Aircraft Schlagzeilen durch seine PC-Beschaffungspolitik: Alle Geräte, deren Wert über der Bemessungsgrenze für nicht bilanzierungspflichtige geringwertige Güter liegt, werden bei dem Flugzeugbauer künftig geleast.

Nach Auskunft des US-Leasingverbandes CDLA wurden 1991 in den USA Desktop-Systeme im Wert von 1,9 Milliarden Dollar gereist. Gleichwohl sei diese Beschaffungsvariante noch nicht üblich. Marktbeobachter, beispielsweise Jack Karp, Vice-President der Meta Group Inc., erwarten jedoch ein signifikantes Wachstum in der nahen Zukunft.