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31.07.1998 - 

IDC und Dataquest bilanzieren zweites Quartal 1998

PC-Markt: In den USA muß Compaq um Platz eins kämpfen

Beide Institute diagnostizieren ein schrumpfendes Wachstum: Laut IDC konnte der weltweite PC-Markt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um lediglich sieben Prozent zulegen. Das bedeutet eine weitere Abschwächung gegenüber dem ersten Quartal 1998, in dem das Wachstum bei zehn Prozent gelegen hatte. Dataquest malt nicht ganz so schwarz: Die zur Gartner Group gehörenden Auguren haben - wie schon im ersten Quartal 1998 - weltweit ein Wachstum von 13,9 Prozent ermittelt. In den USA habe es nur noch zwölf Prozent betragen (erstes Quartal: 16 Prozent).

Vor allem dort zeichnet sich eine interessante Tendenz ab: Compaq, in den letzten Jahren stets unangefochtener Marktführer, gerät zunehmend unter Druck durch den ebenfalls in Texas ansässigen Direktanbieter Dell. Compaq konnte laut IDC 1998 im zweiten Vierteljahr 1157000 PCs verkaufen (Systeme von der übernommenen Digital Equipment Corp. mit eingerechnet) und erreichte damit einen Marktanteil von 14,4 Prozent (zweites Quartal 1997: 14,3 Prozent). Damit verzeichnete die Company von CEO Eckhard Pfeiffer ein Wachstum von elf Prozent nach Stückzahlen.

Dell wächst schneller als Compaq

Dells Wachstumskurve zeigt indes deutlich steiler nach oben: Mit 1143000 Systemen verkaufte das Unternehmen von CEO Michael Dell satte 72 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, der Marktanteil wurde damit auf 14,3 Prozent gesteigert. Nur ein zehntel Prozent trennt damit den Direktanbieter vom Platzhirsch Compaq.

Pfeiffer meldete sich prompt empört zu Wort. "Die Zahlen sind komplett irreführend", so der Compaq-Boß. Sie erfaßten die gedrosselten Lieferungen an die Distributoren und nicht die tatsächlichen Verkäufe an die Endkunden. Das stimmt zwar, kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß Compaq aufgrund übergroßer Lagerbestände seit Jahresbeginn in Schwierigkeiten steckt - ein Problem, das den Erzrivalen Dell aufgrund seiner auftragsbezogenen Fertigung (Build to order) nicht drückt.

Auf den Plätzen drei und vier liegen in den USA Hewlett-Packard (HP) und Gateway gleichauf. Weltweit führt Compaq laut Dataquest allerdings noch recht deutlich. Die Texaner konnten insgesamt 2635000 PCs absetzen, ein Plus von gut zwölf Prozent. Doch auch hier holt Dell mit 74,9 Prozent Wachstum mächtig auf - allerdings ist der Abstand mit 1722000 verkauften PCs im zweiten Quartal 1998 noch signifikant. Die IBM ist mit 1512000 Rechnern (+ 5,3 Prozent) auf den dritten Platz zurückgefallen, gefolgt von HP mit 1162000 Stück (+ 17,9 Prozent) sowie Packard Bell-NEC mit 940000 PCs.