Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.07.1999 - 

Zeitenwende für klassische Online-Dienste?

PC-Riese Dell lockt deutsche Surfer mit kostenlosem Internet-Zugang

MÜNCHEN (CW) - Der texanische Computerhersteller Dell ist seit wenigen Tagen mit seinem kostenlosen Internet-Zugangsdienst Dellnet auch in Deutschland auf Sendung. Traditionelle Online-Dienste wie AOL geraten durch das Geschäftsgebaren von Seiteneinsteigern zunehmend unter Druck.

Dell ist angetreten, deutschen Surfern zu bescheren, was in Großbritannien längst zur Normalität gehört: Internet-Access als Zugabe zum Kerngeschäft. Interessenten müssen über die Web-Site www.dellnet.de nur noch die Zugangssoftware herunterladen, installieren, und schon kann es losgehen. Weder Anmeldung noch Grundgebühr oder Mindestumsatz werden verlangt. Anwender zahlen lediglich die Ortsnetzgebühren des Providers Viag Interkom - je nach Tageszeit zwischen drei und acht Pfennig in der Minute.

Ein weiterer Schachzug dürfte Dell die Aufmerksamkeit deutscher Surfer sichern: Der PC-Hersteller schloß einen Deal mit dem Portalanbieter Excite und kann seinen Kunden auf diese Weise eine personlisierte Homepage mit zahlreichen Inhalten in Landessprache sowie kostenloser E-Mail-Adresse anbieten.

Noch vermarktet Dell den neuen Service nicht offensiv - wohl um Kapazitätsengpässe wie nach der Einführung eines Flatrate-Angebots durch Mobilcom zu vermeiden. Sollte sich das Zugangsnetz von Viag Interkom aber als stabil erweisen, müssen sich proprietäre Online-Dienste wie T-Online oder AOL und herkömmliche Provider auch hierzulande fragen lassen, warum die Verbraucher für etwas zahlen sollten, das sie anderswo gratis erhalten. Schon gibt es Gerüchte, AOL wolle in Europa seine Abonnementsgebühren mit den Telefonkosten zu einem Gesamttarif verschmelzen und ebenfalls als "kostenlosen" Web-Zugang anpreisen. Analysten glauben gar, AOL könne gezwungen werden, überhaupt keine Gebühren mehr zu verlangen.