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22.06.1990 - 

Nur in Deutschland Anzeichen für Sättigung

PC-Software: Amerikanische Anbieter dominieren in Europa

22.06.1990

CANNES (hr) - US-Anbieter von PC-Software haben den europäischen Markt weiter fest im Griff. Etwa 70 Prozent der in Europa vermarkteten Produkte stammt nach Marktforschungsergebnissen der Non-Profit-Organisation Software Publishers Association (SPA) von Unternehmen aus der neuen Welt. Tendenz: Die Zahl steigt.

Zwanzig amerikanische Softwarehersteller, darunter so renommierte Unternehmen wie Lotus, Microsoft, Ashton-Tate, Borland oder Wordperfect haben 1989 in Europa Produkte für mehr als 600 Millionen Dollar vermarktet. Damit konnten die Anbieter ein Verkaufswachstum von 44 Prozent gegenüber 1988 verbuchen. Noch besser läuft das Geschäft in diesem Jahr: Die Wachstumsrate betrug im ersten Quartal 1990 annähernd 60 Prozent.

Ein gegenläufiger Trend zeichnet sich in den USA und Kanada ab. Dort wurde im ersten Quartal 1990 nur ein Zuwachs von etwa 26 Prozent erzielt. Diesem relativ niedrigen Niveau entspricht auf europäischer Ebene nur der deutsche Markt: Mit einem Mehr-Absatz von 29 Prozent können sich amerikanische Unternehmen hierzulande nur vergleichsweise geringfügig verbessern.

"Der europäische Markt entwickelt sich explosiv" urteilt SPA-Forschungsdirektorin Ann Stephens. "Es überrascht kaum, daß sich die Softwareverkäufe an kleineren, weniger entwickelten Märkten derartig überschlagen - um so erstaunlicher die US-Verkaufszahlen in Großbritannien, wo 64 Prozent mehr abgesetzt wurde als im Vorjahr."

Die größten Erfolge haben amerikanische PC-Softwerker in Spanien und Portugal erlebt. Dort wurden immerhin 221 Prozent mehr Verkäufe registriert als im ersten Quartal des Vorjahres. Allerdings sind die Gesamtverkaufszahlen mit 7,5 Millionen Dollar dort derzeit noch vergleichsweise gering. Erstaunlich dagegen die Absatzzahlen in Großbritannien, Frankreich und Skandinavien, wo Zuwachsraten zwischen 57 und 61 Prozent erzielt werden konnten.

Mit einem Gesamtvolumen von 64,1 Millionen Dollar verkauften amerikanische Software-Anbieter im ersten Quartal dieses Jahres die weitaus meisten Produkte nach Großbritannien und Irland. Für immerhin 45 beziehungsweise 44 Millionen Dollar wurde US-Software auf den französischen und den deutschen Markt geliefert.

Das Erhebungsverfahren erläutert Floyd Bradley, Generalbevollmächtigter bei Ashton-Tate in Europa: "Ashton-Tate und SPA haben ein System entwickelt, mit dem Industrieverkaufszahlen gesammelt, nach geografischen Regionen Europas geordnet und aufgelistet werden können. "Die SPA führt für die Computerindustrie ein monatliches Datensammelprogramm durch und verfolgt dabei die Softwareverkaufszahlen anhand von 26 unterschiedlichen Kategorien.