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09.07.1993

PC-Unix-Anbieter voruebergehend von Managemt-Tean gefuehrt Ex-SCO-Chef Jesse Young ist jetzt Geschaeftsfuehrer bei Aldus

HAMBURG/BAD HOMBURG (hv) - Fuenf Jahre lang lenkte Jesse Young die Geschicke der SCO Deutschland GmbH, Bad Homburg. Jetzt hat der Manager den PC-Unix-Spezialisten verlassen, um zum 1. Juli 1993 das Ruder der Aldus Software GmbH in Hamburg zu uebernehmen.

"Das erste SCO-Buero fuer Deutschland war in meinem Haus eingerichtet", erinnert sich Young an seine Pionierphase beim Marktfuehrer fuer PC-Unix-Systeme. Trotz der ueber Jahre gewachsenen Verbundenheit habe er das Unternehmen "aus persoenlichen Gruenden" verlassen. Bei Aldus fuehre er nicht nur die Geschaefte im deutschsprachigen Raum, er verfuege auch ueber eine erweiterte Entscheidungsbefugnis.

Aldus zaehlt mit den Programmen Pagemaker, Freehand und Persuasion zu den fuehrenden Anbietern von Desktop-Publishing-Werkzeugen auf dem PC. Obwohl Frank-Michael Welsch-Lehmann, Marketing-Leiter bei SCO, die Entscheidung seines ehemaligen Vorgesetzten akzeptiert, will ihm nicht ganz einleuchten, warum Unix-Spezialist Young in einen "etablierten, abgesteckten Markt" wechselt. Seiner Ansicht nach liegt zur Zeit im Unix-Markt die eigentliche Herausforderung.

Young habe sich relativ kurzfristig entschieden, die Pferde zu wechseln - deswegen konnte SCO bis heute noch keinen

neuen Geschaeftsfuehrer inthronisieren. So steht derzeit ein Management-Trio an der Spitze des Unternehmens, bestehend aus Welsch-Lehmann und den Vertriebsleitern Bernd Martin und Michael Frauen.

Vermutungen, nach denen Young die Firma SCO wegen einer fehlenden Perspektive bezueglich des PC-Unix-Derivats verlassen haben koennte, mag der Ex-Geschaeftsfuehrer nicht bestaetigen. SCO verschlafe die Trends nicht, mache sich intensiv Gedanken ueber so starke Konkurrenten wie Univel, Sunsoft oder auch Microsoft.

Gleichwohl mutet die Unternehmensvision des Unix-Spezialisten eher fantastisch an: Man werde aus dem kleinen und mittleren Marktsegment in den Bereich fuer grosse Server-Systeme vorstossen, erlaeutert Welsch-Lehmann. Downsizing-Projekte - zum Beispiel bei der Lufthansa - kaemen erst jetzt so richtig in Schwung, nachdem auf der Kommunikationsebene so wichtige Produkte wie DCE von der OSF verfuegbar seien. Dabei spielten PC-Plattformen als Zielsysteme eine zunehmend wichtige Rolle. Um in diesen Markt hineinzuwachsen, muesse SCO das Image des PC-Anbieters allerdings noch korrigieren, raeumt Welsch-Lehmann ein.