Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.01.2004 - 

IDC prognostiziert langfristig Wechsel vom Desktop zum mobilen PC

PC-Verkäufe ziehen an - vor allem bei Notebooks

MÜNCHEN (CW) - 2004 könnte nach Einschätzung der Semiconductor Industry Association (SIA) erstmals wieder ein Jahr spürbar wachsender PC-Verkäufe werden, weil Unternehmen zunehmend in Desktops investieren. Marktforschungsunternehmen sehen diesen Trend zwar nicht ganz so ausgeprägt. Die Analysten glauben aber, dass Notebooks immer häufiger Desktops verdrängen.

Nach Untersuchungen der SIA werden die Halbleiterverkäufe in diesem Jahr um 14 Prozent steigen. Der Löwenanteil der Chipproduktion geht laut SIA in die Computerindustrie. 30 Prozent aller Halbleiter werden danach in Desktop-Systemen zum Einsatz kommen, sagte SIA-Analyst Doug Andrey.

Steve Kleynhans, Analyst bei der Meta Group, geht davon aus, dass zumindest große Unternehmen in diesem Jahr die PC-Investitionen um fünf bis acht Prozent hochschrauben werden. Mit seiner eher konservativen Einschätzung der Wachstumsraten im PC-Segment stimmt der Meta-Mann überein mit einer Prognose, die IDC für 2004 abgegeben hat. Analyst Alan Promisel zeigte sich überzeugt, dass Firmen heuer eher ein ausbalanciertes PC-Austauschprogramm vollführen werden. In den USA dürften deshalb die PC-Verkäufe um etwa 12,5 Prozent ansteigen. Das ist eher moderat im Vergleich zu dem Wachstumssprung beispielsweise von 1998 auf 1999, als die PC-Industrie 21,8 Prozent mehr Rechner verkaufte.

IDC glaubt ferner, dass mittelfristig tragbare Rechner Desktops zwar nicht komplett ablösen werden, Notebooks stellen jedoch eine veritable Alternative zu den immobilen Geräten dar. Dies liegt vor allem an den stark gesunkenen Preisen für Mobilrechner. Bei akzeptabler Rechenleistung und Display-Größen, die denen von Tischgeräten fast gleichkommen, gibt es immer weniger Gründe, noch immobile Maschinen zu kaufen.

Insbesondere Privatkunden nehmen Notebooks an und sorgen dafür, dass nach IDC-Erwartungen bis zum Jahr 2007 in den USA fast jeder zweite PC (47 Prozent) ein Mobilsystem sein wird. Weltweit ist dieser Trend zum tragbaren System etwas schwächer - bei etwa 40 Prozent sämtlicher verkaufter PCs wird es sich nach Einschätzung des Analysten um einen mobilen Rechner handeln. In den USA machten Notebooks im dritten Quartal 2003 schon 29 Prozent aller Rechner aus.

IDC prognostiziert, dass Notebooks in den USA im gesamten vergangenen Jahr 27,5 Prozent aller verkauften PCs ausmachten. Heuer werde der Anteil 33,7 Prozent betragen, 2005 immerhin 40,7 Prozent, 2006 dann 44,3 und im Jahr 2007 schon 47 Prozent.

Weltweit wird der Trend zum tragbaren Computer laut IDC etwas weniger ausgeprägt ausfallen. Die vergleichbaren Zahlen für das Jahr 2003 liegen bei 26,9 Prozent, für 2004 bei 30,4 Prozent. Kommendes Jahr tragen Notebooks mit 33,8 Prozent zu einem Drittel an den gesamten PC-Verkäufen weltweit bei. 2006 steigert sich der Anteil auf 35,8 und 2007 auf 37,3 Prozent. (jm)

Abb: Immer mehr Notebooks

Mobile Rechner machen einen immer größeren Anteil vom gesamten PC-Markt aus. Quelle: IDC