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31.01.1992 - 

Frost & Sullivan rechnet bestenfalls mit 33 Millionen Teilnehmern

PCN: Marktaugur prognostiziert Durchbruch in Europa bis 1998

LONDON (pi) - Personal Communication Networks - kurz: PCNs-, die als kostengünstige Mobilkommunikationssysteme für den Massenmarkt konzipiert sind, werden dem neuen Report "The European Market for Personal Communications Networks" von Frost & Sullivan zufolge noch vor Ende dieses Jahrzehnts den Durchbruch schaffen.

Der internationale Marktaugur mit deutschem Sitz in Frankfurt geht davon aus, daß sich für PCNs - die Idee zur Realisierung preisgünstiger Personalkommunikationsnetze entstand 1989 in Großbritannien - verschiedene Techniken beziehungsweise Lösungen eignen. In Frage kämen beispielsweise das DCS 1800 und das europäische Digitaltelefonnetz für schnurlose Apparate (Digital European Cordless Telephony - Dect).

In der Studie heißt es in diesem Zusammenhang unter anderem: "Ein gesättigter Dect-Markt könnte bis zu 30 Millionen Geschäftskunden bedeuten und beim Einsatz von DCS 1800 ist mit 40 bis 50 Millionen Anwendern zu rechnen. Personalkommunikationssysteme mit DCS-1800-Technik würden den Durchbruch auf dem Massenmarkt erreichen, wenn die jährlichen Kosten 1,4- bis 1,8mal höher sind als die Kosten des festen Netzes."

Frost & Sullivan prognostiziert, daß es im günstigsten Fall im Jahr 1998 rund 33 Millionen Teilnehmer geben könnte. Ein eher pessimistischer Ausblick ließe allerdings nur auf zirka 16 Millionen Teilnehmer schließen.

Die einzigen Länder, die PCN-Einrichtungen fest geplant hätten, seien Großbritannien, Deutschland, Schweden und Frankreich. Bei einer optimistischen Einschätzung dürfte es in Großbritannien, das PCNs bereits 1992 und damit als erstes Land einführt, im Jahre 1998 fast elf Millionen Teilnehmer geben; in Deutschland würden 7,14 Millionen, in Schweden 590 000, in Frankreich 2,8 und in den anderen Staaten rund 12 Millionen Anschlüsse erwartet. Im Hinblick auf Schweden führt die Expertise aus, daß sich dort PCNs nur allmählich durchsetzen, da bereits ein relativ hoher Anteil der Bevölkerung mobile Systeme besitzt und die Kosten für ein festes Netz im Verhältnis zum Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt relativ niedrig sind.

Der Bericht enthält ebenfalls Angaben bezüglich der möglichen Umsätze. Es handelt sich dabei allerdings nur um grobe Schätzungen, da noch keine Angaben über die zu erwartenden Gebühren vorliegen. Frost & Sullivan geht von PCN-Diensten aus, auf die im Umkreis des Hauses gegenüber der Nutzung des öffentlichen Wählnetzes zu einem geringen Aufpreis von 20 bis 30 Prozent zugegriffen werden kann.

Bei einer optimistischen Voraussage ergibt sich ein Umsatzvolumen von jährlich rund 24 Milliarden Dollar ab 1988, während bei pessimistischen Prognosen die Zahl bei nur 13 Milliarden liegt. Bei beiden Schätzungen gebe Deutschland - hauptsächlich

wegen der niedrigeren Grundgebühren - den größten Markt ab.