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29.08.2003 - 

Auf der IFA gerät die Unterhaltungselektronik in Bedrängnis

PCs erobern die Funkausstellung

BERLIN (hi) - Vom 29. August bis zum 3. September ist die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin wieder das Mekka der Unterhaltungselektronik. Zentrales Thema in diesem Jahr dürfte vor allem die Frage sein, ob es den PC-Herstellern gelingt, weiter in das Segment der Consumer Electronic vorzudringen.

1924 als Funkausstellung gestartet, entwickelt sich die Veranstaltung immer stärker zur Leitmesse für Unterhaltungselektronik. So zeigen in diesem Jahr 958 Aussteller aus 36 Ländern ihre Produkte.

Sechs Themenschwerpunkte dokumentieren dabei, dass sich der Markt in einem grundlegenden Wandel befindet. Auf rund 160000 Quadratmeter Ausstellungsfläche geht es dabei um Themen wie "Sound und Car Media", "Television und Entertainment", "Satellite, Networks und Cable", "Personal Communications", "Personal Computing und Games" sowie "Digital Imaging und Digital Media". Flächenmäßig nimmt zwar der Schwerpunkt "Television und Entertainment" den größten Raum ein, doch der damit verbundene Eindruck, dies sei das wichtigste Messethema, täuscht. Hier stellen vor allem Vollsortimenter aus, die ihre gesamte Produktpalette präsentieren: Vom Fernseher über Home Cinema bis hin zur Telekommunikation und Speichermeiden oder multimediafähigen PDAs zeigen diese Unternehmen, dass die alten Branchengrenzen immer öfter überschritten werden.

Allerdings gibt es bislang immer noch keine Antwort auf die Frage, ob der Fernseher nun zum PC mutiert oder umgekehrt. Lediglich eins zeigt die diesjährige IFA deutlich: Die klassische Unterhaltungselektronikindustrie ist nicht gewillt, ihre angestammten Märkte kampflos den IT-Unternehmen zu überlassen. Während die IT-Hersteller ihre PCs zum Multimedia-Center für das Wohnzimmer aufrüsten und immer mehr TFT-Bildschirme mit TV-Funktionalität auf den Markt bringen, setzen die Anbieter klassischer Unterhaltungselektronik auf die Vernetzung ihrer Geräte mit Ethernet- und WLAN-Technologie. Fernsehen auf Basis der "Multimedia Home Platform" (MHP) soll neue interaktive Dienste und Angebote bringen sowie die Brücke zum Internet schlagen. Das Zauberwort auf dem Weg in diese konvergente Zukunft ist dabei die Digitalisierung, betroffen ist der gesamte Übertragungsweg (Stichwort DVB-T, terrestrischer digitaler Rundfunk).

Allerdings eröffnet diese Digitalisierung nicht nur neue Chancen, sondern bedroht auch die klassischen Business-Modelle wie etwa des werbefinanzierten Fernsehen in Deutschland. Womit wollen die Sender Geld verdienen, wenn die Zuschauer mit der jüngsten Digitalrecorder-Generation, die auf der IFA vorgestellt wird, zeitversetzt fernsehen und die Werbeblöcke einfach wegdrücken?

Öffnungszeiten der IFA

Wer sich selbst über die neuesten Entwicklungen informieren will, hat hierzu während der IFA täglich von 10 bis 18 Uhr die Gelegenheit. Am ersten Messetag, dem 29. August, hat die Messe darüber hinaus im Zuge der "IFA-Night" bis 22.30 Uhr geöffnet und lockt mit Musik-Shows sowie dem Feuerwerk "Funkturm in Flammen". Eine Tageskarte kostet 12,50 Euro.