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02.07.2008

PDF ist endgültig ein offener Standard

Die International Organization for Standardization (ISO) hat die von Adobe Systems eingereichte Spezifikation akzeptiert und veröffentlicht.

Die PDF-Spezifikation (in Version 1.7) ist nun normiert als ISO 32000-1, die ISO kümmert sich um Updates und künftige Versionen. "Indem wir die volle PDF-Spezifikation zur ISO-Standardisierung eingereicht haben, unterstreichen wir unser Bekenntnis zur Offenheit", sagt Kevin Lynch, CTO von Adobe. "Regierungen und Unternehmen verlangen verstärkt offene Formate. Die weitere Pflege der PDF-Spezifikation durch eine externe und partizipatorische Organisation wird dazu beitragen, zusätzliche Innovationen zu forcieren und das umfangreiche PDF-Ökosystem zu vergrößern, das in den vergangenen 15 Jahren entstanden ist."

PDF hat sich über die Jahre zu einem der gängigsten Formate für den Austausch von (elektronischen) Dokumenten entwickelt. Das von Adobe auf Basis der Seitenbeschreibungssprache "Postscript" entwickelte Format ermöglicht

  • dokumentgetreue Darstellung unabhängig von Gerät und Plattform,

  • Inhalte aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen,

  • die gemeinsame Arbeit an Dokumenten über verschiedenen Plattformen hinweg,

  • digitale Signaturen für die Echtheit,

  • Sicherheits- und Rechtemechanismen zum Schutz von Inhalten,

  • barrierefreien Zugang zu Inhalten für Behinderte,

  • die Extraktion und Wiederverwendung von Inhalten für andere Formate sowie

  • das Sammeln von Daten über PDF-Formulare und Integration mit Business-Systemen.

Laut ISO verwenden viele große Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen inzwischen PDF, um zuvor papierbasierende Workflows und Dokumentationen durch elektronischen Austausch zu ersetzen. Es gibt bereits mehr als 2000 Entwickler, die auf Basis von PDF Produkte entwerfen, und die Zahl der existierenden PDF-Dokumente geht in die Milliarden.

"Als ISO-Standard können wir sicherstellen, dass dieses nützliche und weitverbreitete Format für alle interessierten Parteien einfach zugänglich ist", kommentiert der ISO-Generalsekretär Alan Bryden. "Sowohl Entwickler als auch Anwender werden von dem Standard profitieren, indem dieser die Verbreitung einer gebräuchlichen Technik fördert, die Systemgrenzen überwindet und langfristig überlebt."

Der neue Standard "ISO 32000-1, Document Management - Portable Document Format - Part 1: PDF 1.7" basiert auf der von Adobe Systems entwickelten PDF-Version 1.7 und stellt die nötigen Informationen für konforme Software zur Erzeugung (Writers), Anzeige und Interaktion (Readers) sowie für Programme bereit, die PDF für sonstige Zwecke lesen und schreiben. Künftige Versionen wird das zuständige ISO-Komitee als Teile der Spezifikation veröffentlichen. (tc)