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20.10.1995

Peacock wird einer der Abnehmer sein Cyrix tritt mit 6x86-Prozessor gegen Intels Pentium-CPU an

MUENCHEN (IDG) - Der "6x86"-Prozessor von Cyrix soll genausoviel leisten wie Intels Pentium-CPU. Im Vergleich zum Pentium- Nachfolger "Pentium Pro" soll das Cyrix-Produkt gar die Nase vorn haben - zumindest bei jenen 16-Bit-Programmen, die Intels Pro-Chip nur schleppend abarbeitet (vgl. CW Nr. 30 vom 28. Juli 1995, Seite 1: "Tuningprobleme zwischen Win 95 und Intel-Technik"). Bei der Abnahme von mehr als 1000 Stueck wird der 6x86 rund 450 Dollar und damit etwas weniger als Intels 133-Pentium kosten.

Abnehmer hat Cyrix fuer den 6x86 schon gefunden: AST Research in den USA, Seiko Epson aus Japan und die deutsche Peacock AG in Wuennenberg-Haaren werden den Chip in ihre PCs einbauen. Auch Compaq soll schon Interesse gezeigt haben, meldet der englische Brancheninformationsdienst "Computergram". Die deutsche Compaq- Niederlassung konnte diese Nachricht aber nicht bestaetigen.

Der Prozessor ist Pin fuer Pin kompatibel mit Intels Pentium-CPU. Die Taktrate wird anfangs 100 Megahertz betragen, bis Ende dieses Jahres will das Unternehmen jedoch eine Weiterentwicklung fertiggestellt haben, die dank einer kleineren Chipflaeche mit bis zu 120 Megahertz getaktet werden kann.

Im naechsten Jahr moechte Cyrix neue Fertigungsstaetten nutzen, die noch kleinere 6x86-Prozessoren produzieren koennen, deren Taktrate bei 133 Megahertz liegen wird. 1995 beabsichtigt das Unternehmen laut Cyrix-Manager Steve Tobak, vom 100-Megahertz-6x86 noch einige zehntausend Stueck auszuliefern.

Zwei Schwachpunkte der Cyrix-Offensive gegen Intel wurden schon bekannt. Einerseits koennten dem Unternehmen die Fertigungskapazitaeten knapp werden. Der 6x86-Chip wird von IBM und SGS Thomson produziert, die die Produktion im Erfolgsfall sicher nicht kurzfristig steigern koennen. Ausserdem ist noch unklar, welche Hilfsbausteine den 6x86-Prozessor unterstuetzen sollen. Die CPU ist zwar Pin-kompatibel mit Intels Pentium-Prozessor, doch die hoechste Uebertragungsrate mit Peripheriegeraeten erreicht der Cyrix- Chip nur im "Burst mode", der mit dem Standard-Triton-Chipsatz von Intel nicht genutzt werden kann. Dafuer muesste das Unternehmen einen eigenen Chipsatz entwickeln.