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28.03.2003 - 

Drei Mobilrechner mit neuer Intel-CPU getestet

Pentium-M-Notebooks laufen länger

MÜNCHEN (CW) - Notebooks mit Intels neuer Mobil-CPU Pentium M, Kernstück der Centrino-Technik, gehen deutlich sparsamer mit der Stromkapazität der Akkus um als Modelle mit älteren Mobile-Prozessoren. Ein Test dreier Portabler ergab gleichzeitig eine gesteigerte Rechnerleistung.

Die "PC-World", eine US-amerikanische Schwesterpublikation der COMPUTERWOCHE, hat drei neue Notebooks mit dem Pentium M und ihren leistungsstärksten Akkus einem ersten Test unterzogen. Der "Thinkpad T40" von IBM und Dells "Latitude D600" verwenden nur die neue CPU und das zugehörige Intel-Chipset 855. Der "Tecra M1" von Toshiba ist außerdem mit dem Wireless-Modul "2100 Network Connection" ausgestattet und darf deshalb das Centrino-Label tragen (siehe Kasten).

Der Pentium M ist der erste Prozessor, der anders als seine Vorgänger Pentium III-M und 4-M keine reduzierte Variante der entsprechenden Desktop-CPUs bildet. Um Strom zu sparen, hat Intel die Techniken "Speedstep" und "Mobile Voltage Positioning 4" dahingehend entwickelt, dass sie in mehreren Stufen Teile der CPU und auch des Systembusses abschalten, wenn eine Anwendung nicht die volle Leistung benötigt. Alle drei Test-Notebooks arbeiten mit einem auf 1,6 Gigahertz getakteten Prozessor, der im Durchschnitt ein Watt Strom verbraucht. Die Dell- und Toshiba-Notebooks lief im Test gut sieben Stunden, das IBM-Gerät 30 Minuten weniger.

Die Architektur des Pentium M ermöglicht es dem Prozessor, mehr Instruktionen pro Takt abzuarbeiten als beim Pentium 4. Außerdem hat die CPU mit 1 MB Level-2-Cache doppelt so viel integrierten Speicher wie diese Desktop-CPU. Das Chipset 855 unterstützt nicht nur USB 2.0, sondern auch 2 GB RAM, während frühere Mobile-Chipsets nur halb so große Hauptspeicher adressieren konnten.

Diese Faktoren lassen eine höhere Rechen-Power erwarten. In der Tat zeigten alle drei Pentium-M-Notebooks im Test einen Leistungsgewinn von zwölf bis 15 Prozent gegenüber ihren mit Pentium-4-M-CPUs ausgestatteten Vorgängermodellen. "PC-World" bezeichnet den Dell Latitude als "schnellsten Notebook, den wir bisher getestet haben", wobei der Abstand der zwei anderen Testgeräte marginal ist. Auch besonders prozessorintensive Testanwendungen absolvierten die Rechner in neuen Rekordzeiten. Der Leistungsgewinn betrug hier sogar mehr als 50 Prozent.

Toshiba verwendet in seinem Notebook das Centrino-Paket und damit das auf eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 11 Megabit pro Sekunde limitierte Wireless-Modul von Intel (nach Standard 802.11b). Außerdem verfügt das Tecra M1 über die Kommunikationsmöglichkeit nach dem Standard 802.11a, der eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde ermöglicht, und per Bluetooth. Auch das neue Thinkpad kann in Umgebungen unter beiden Wireless-Modi eingebunden werden. Denn in ihm steckt ein bei IBM entwickeltes Dualband-Wireless-Modul.

Nur Geräte, die nach beiden Standards arbeiten, lassen sich in drahtlosen Netzen beiden Typs nutzen. Das gelingt auch mit dem Latitude von Dell. Dieses Notebook wird nicht nur mit dem Centrino-Set angeboten, sondern ist ohne Zusatzkosten auch mit einem Wireless-Modul erhältlich, das ein Dell-Logo trägt. Letzteres orientiert sich schon am Standard 802.11g. Dieser hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde, ist aber zum Modus 11b abwärts-kompatibel, während er sich mit dem Standard 11a nicht verträgt. (ls)

Das ist Centrino

Centrino ist ein Set von drei Produkten, die Intel im Bundle für portable Computer anbietet. Es umfasst den neuen stromsparenden Prozessor Pentium M, das für seinen Betrieb notwendige Chipset 855 und ein Modul "2100 Network Connection" für die drahtlose Datenübertragung. Nur Geräte, in denen alle drei Teile des Sets eingebaut sind, dürfen das Centrino-Logo tragen. Wenn Hersteller nur die CPU und das Chipset verwenden, ist lediglich die Verwendung des Logos Pentium M gestattet.