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03.03.2000 - 

Ergebnisse von 1999 übertreffen die Erwartungen von Analysten

Peoplesoft bietet XML-Schnittstellen an

MÜNCHEN (CW) - Peoplesoft will mit der Organisation Rosetta Net zusammenarbeiten, um einheitliche Standards für den Online-Informationsaustausch zwischen Zulieferern, Herstellern und Käufern zu entwickeln. Ferner möchte sich der Anbieter als Application-Service-Provider (ASP) versuchen.

"Immer ein bisschen später als die Konkurrenz", trifft auf die strategische Ausrichtung von Peoplesoft zu. So bieten SAP und J.D. Edwards schon seit einiger Zeit ASP-Dienste an, während Peoplesoft-Chef Craig Conway eine konkrete Ankündigung erst für die nächsten Wochen in Aussicht stellt. So viel sickerte durch: Peoplesoft habe bereits mit elf Firmen Partnerschaften für das Geschäft mit der Online-Vermietung von Software abgeschlossen und zehn Millionen Dollar in Corio investiert, einen auf Dotcom-Companies spezialisierten ASP. Ob und wann das Angebot hierzulande verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

Die Konkurrenz aus Walldorf hatte bereits im letzten Sommer eine ASP-Strategie vorgestellt. Auch J.D. Edwards forciert das ASP-Programm "JDe.sourcing" in den USA bereits seit einigen Monaten. Mittlerweile kann das Softwarehaus aus Denver, Colorado, im deutschsprachigen Raum einen Vertragsabschluss vorweisen. Erster Kunde ist die virtuelle Firma Steel, eine Kooperation im Schienengüterverkehr sowie der Beschaffungs-Distributionslogistik aus Österreich.

Ebenfalls später als die Mitbewerber Baan, J.D. Edwards und SAP hat sich Peoplesoft dazu entschlossen, die Schnittstellen zu seinen Systemen künftig auch auf Basis der Extensible Markup Language (XML) anzubieten. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Softwerker nun mit der Organisation Rosetta Net zusammen. Diese Industrievereinigung bemüht sich, die für unternehmensinterne Geschäftsprozesse verwendete Software mit neuen E-Commerce-Anwendungen zu verbinden. Mit dem Eintritt bei Rosetta Net verpflichtet sich Peoplesoft, Services, Beratung und Werkzeuge für die Implementierung von XML-basierten Interfaces bereitzustellen. Laut Rosetta Net wird Peoplesoft ab Mitte des Jahres eine entsprechende XML-Schnittstelle für seine aktuelle Softwareversion "Peoplesoft 7.5" anbieten.

Positiv überraschen konnte Peoplesoft Analysten und Aktionäre mit den Geschäftsergebnissen für das Jahr 1999: Für das vierte Quartal meldet der Konzern zwar einen Umsatzrückgang auf 372,3 Millionen Dollar (1998: 411,3 Millionen). Doch der Gewinn lag in dem Berichtszeitraum bei 11,1 Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie und damit um zwei Cent über den Erwartungen der Finanzanalysten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich der operative Gewinn auf 42,3 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Anteilschein belaufen. Im gesamten Geschäftsjahr ging der Umsatz auf 1,43 Milliarden Dollar zurück (1998: 1,47 Milliarden). Der Gewinn liegt bei 21 Millionen Dollar.