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Web-Interface ersetzt Green Screen


02.04.2004 - 

Peoplesoft entwickelt altes ERP weiter

MÜNCHEN (as/fn) - Der ERP-Anbieter Peoplesoft bringt eine überarbeitete Version der betagten I-Series-Lösung "World" auf den Markt. Anwender können das System nun über ein Web-Interface bedienen. Detailverbesserungen gibt es auch für die Client-Server-Software "Enterprise One". Beide Programme hatte die Firma mit der J.D.-Edwards-Übernahme erworben.

Hatte Peoplesoft sein Augenmerk bisher auf die für den gehobenen Mittelstand konzipierte Client-Server-Software "Enterprise One" sowie die Highend-Lösung "Enterprise" gelegt, wenden sich die Kalifornier nun der dritten Produktlinie, dem an die I-Series-Plattform von IBM angepassten ERP-System "Peoplesoft World", zu.

Zur Freude vieler Anwender lässt sich die ERP-Software nun über den Browser bedienen. Bisher griffen die Benutzer über 5250-Bildschirmmasken ("Green Screens") auf die Business-Software zu. Ein Web-Interface hatten sich die World-Nutzer - sie machen noch fast die Hälfte aller J.D.-Edwards-Kunden aus - schon lange gewünscht. Seit einigen Monaten üben Anwendervereinigungen Druck auf den neuen Eigentümer Peoplesoft aus. Sie bemängeln, dass die Firma zu wenig für die World-Umgebung tue und die Kunden lieber zur Migration auf die Client-Server-Linie Peoplesoft One veranlassen würde. Wie so viele Anwender von ERP-Software unter der I-Series denken jedoch auch die World-Kunden nicht an einen Wechsel, und bislang hat sich der Hersteller zumindest offiziell noch nicht dafür entschieden, die Linie einzustellen.

Insgesamt 250 Funktionen haben die Entwickler im Release "A7.3 Cumulative Update 15" überarbeitet. So lassen sich nun Auftragsdaten aus dem Vertriebssystem direkt in die Produktions- und Distributionsmodule einpflegen. Außerdem hat das Softwarehaus die World-Software besser mit der Enterprise-Suite gekoppelt. Damit soll es nun möglich sein, Kundendaten aus dem World-ERP in das Data Warehouse von Peoplesoft Enterprise zu überführen, um so übergreifende Analysen betreiben zu können. Nach eigenen Angaben betreut der Hersteller derzeit 3400 Kunden des I-Series-Produkts, davon 800 in der Emea-Region (Europa, Asien und dem Mittleren Osten). Das Upgrade ist für Anwender mit Wartungsvertrag kostenlos.

Darüber hinaus hat der ERP-Anbieter für Mai eine überarbeitete Version von "Peoplesoft Enterprise One" angekündigt. Die Software setzt auf dem System "Oneworld" von J.D. Edwards auf. Zu den wichtigsten Neuheiten des Release 8.10 zählt das Modul "Demand Scheduling Execution". Es soll insbesondere Großserienfertiger in der Automobilindustrie oder Gerätehersteller dabei unterstützen, schneller und präziser auf Änderungswünsche der Kunden zu reagieren und die eigenen Lagerbestände und Wareneingänge besser auf die aktuelle Auftragslage abzustimmen.

Zwar versucht Konkurrent Oracle noch immer, den Anbieter zu schlucken, doch für Peoplesoft ist das Thema vom Tisch. "Der Deal ist gestorben", so Peoplesofts Executive Vice President Guy Dubois.