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07.11.2003 - 

Integrations-Tool XPI wird Teil von Appconnect

Peoplesoft koppelt ERP-Linien über Web-Services

MÜNCHEN (fn) - Nach der J.D.-Edwards-Übernahme schmiedet Peoplesoft Pläne, wie die unterschiedlichen Konfigurationswerkzeuge sowie Integrations- und Portallösungen beider Produktlinien zusammenwachsen können. Bei der Anwendungskopplung setzt die Firma auf Web-Services.

Peoplesoft hat mit J.D. Edwards eine technisch völlig andere ERP-Plattform erworben. Nicht nur die Quellcodes der angestammten und der zugekauften Software, sondern auch die Integrations-, Entwicklungs- und Portalmodule unterscheiden sich. Peoplesofts Software stützt sich auf die eigene Programmiersprache "Peoplecode" und wird über "Peopletools" konfiguriert. J.D.-Edwards-Nutzer verwenden für diese Aufgabe die "Toolsets". Anpassungen erfolgen hierbei entweder über die Script-Sprache "IA" oder in C. Schon aus diesem Grund ist zumindest vorerst nicht an eine Zusammenführung beider Produkte zu denken. Eine Kopplung von "Peoplesoft Enterprise" und "Enterprise One" (so der neue Name der J.D.-Edwards-Software) ließe sich nach den Worten von Jesper Andersen, verantwortlich für die Peopletools-Technik, über Web-Services bewerkstelligen. Schnittstellen des Peoplesoft-Produkts ("Enterprise Integration Points", kurz EIPs) lassen sich bereits als Web-Service aufrufen, und J.D. Edwards hat ebenfalls Web-Services-Interfaces gebaut. Über den J2EE-Server eines Drittherstellers lassen sich beide Systeme einbinden und über ein Web-Portal bedienen.

Außen vor bleibt bisher das alte, aber noch weit verbreitete I-Series-Produkt "J.D. Edwards World" (jetzt "Peoplesoft World"). Damit Kunden auch dieses ERP-System über Web-Services integrieren beziehungsweise über einen Browser bedienen können, muss der Hersteller über eine Middleware-Produkt wie etwa "MQ Series" von IBM erst die Grundlage schaffen.

In Teilbereichen ist eine Integration schon heute möglich: Der für Produktentwicklung und Technologie verantwortliche Ram Gupta führte in einer Präsentation vor, wie Enterprise und Enterprise One zusammenarbeiten können. Dabei veranlasste das SCM-Modul von Enterprise One, dass die Supplier-Relationship-Management-Anwendung von Enterprise eine Ausschreibung für den Einkauf von Rohmaterialien erzeugt. Hierzu wurden beide Softwareprodukte über die jeweiligen Integrationsprodukte - Peoplesofts "Integration Broker" und "XPI" von J.D. Edwards - gekoppelt. Peoplesoft hat vor, XPI in die Infrastrukturlösung "Appconnect" einzubinden, ein Verfügbarkeitsdatum steht jedoch noch nicht fest. Appconnect besteht aus einer eigenen Portalsoftware, einem Data Warehouse sowie dem Integration Broker.

In Sachen Portal fährt der Hersteller zweigleisig: Firmen, die verschiedene Anwendungen via Web-Browser bedienen wollen, wird das Peoplesoft-Portal angeboten. Für reine Enterprise-One-Umgebungen vermarkten die Kalifornier wie bisher das auf IBMs Websphere basierende J.D.-Edwards-Portal.

Abb: Zwei Welten verbinden

Die beiden technisch völlig unterschiedlichen ERP-Linien sollen Anwender über Web-Services-Schnittstellen anbinden können. Quelle: CW