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09.04.1999 - 

Gerüchte um Übernahme eines Front-Office-Anbieters

Peoplesoft meldet flaues erstes Quartal

BOSTON (IDG) - Der Umsatz von Peoplesoft im ersten Quartal 1999 soll sich zwischen 275 Millionen und 305 Millionen Dollar einpendeln. Das entspricht einem Wachstum von null bis zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

"Daß sich das Wachstum abschwächt, hatte Peoplesoft bereits mitgeteilt", erklärt Robert Kugel, Analyst bei FAC Equities. Allerdings übertreffe ein derartiger Einbruch alle Erwartungen. Kugel selbst hatte Peoplesoft Einnahmen von rund 348 Millionen Dollar in der ersten Periode zugetraut, was einer Zunahme von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprochen hätte. Der Wert der Aktie sackte nach Bekanntwerden der vorläufigen Zahlen mit 14,635 Dollar auf den tiefsten Wert seit 52 Wochen.

Zwischen 20 und 25 Prozent möchten die Softwerker aus Pleasanton, Kalifornien, in diesem Jahr wachsen. Angesichts des mageren ersten Quartals dürften diese Vorgaben jedoch nur schwer erreichbar sein, so der Finanzanalyst weiter. Allerdings verzeichnet nicht nur Peoplesoft Wachstumsschwierigkeiten: Konkurrent SAP hatte in der vergangenen Woche einen Ergebnisrückgang für das erste Quartal 1999 gemeldet, und Baan hatte Mitte März die Öffentlichkeit vorsorglich auf ein "schwieriges 1999" hingewiesen. Die detaillierten Geschäftsergebnisse wird Peoplesoft am 20. April bekanntgeben.

Helfen aus der Misere könnten Peoplesoft laut Fachleuten der Gartner und der Hurwitz Group neue Märkte und Produkte. In puncto Finanzanalyse, Data-Warehouse und Supply-Chain-Management könne der zweitgrößte ERP-Anbieter zwar Produkte vorweisen, aber im Bereich Vertrieb, Marketing und Service - neudeutsch auch Front-Office - sei ein weißer Fleck. Während die Rivalen SAP, Oracle und Baan mit eigenen Lösungen aufwarten, setze Peoplesoft auf Partnerschaften zu Siebel und Vantive, die den Softwerkern allerdings keine eigenen Lizenzeinnahmen brächten.

"Ein stärkeres Engagement im Front-Office-Bereich würde Peoplesoft guttun", argumentiert Peggy Menconi, Analystin bei AMR Research. Schließen könnte Peoplesoft diese Lücke beispielsweise mit der Übernahme eines Spezialanbieters, wenn auch der Zeitpunkt angesichts der finanziellen Schwierigkeiten nicht der günstigste sei, konstatiert Steve Bonadia, Analyst bei Hurwitz. In Fachkreisen werden die Vertriebs- und Marketing-Spezialisten Saratoga Systems, Trilogy, Pivo- tal und Onyx als potentielle Kaufobjekte gehandelt. Von Peoplesoft war bis Redaktionsschluß dazu keine Stellungnahme zu erhalten.