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24.10.1980 - 

Neue Nische für Tesdata:

Performace Management für Netzwerke

FRANKFURT (CW) - Gespür für Marktnischen hatte Thomas E. Stone schon vor zehn Jahren. Damals entschied sich der Finanzmann mit einer kleinen Schar von Mitarbeitern in das exotische Geschäft des Hardware-Monitoring zu gehen. Heute ist seine Firma Tesdata die letzte, die diese Nische besetzt hat, zugleich aber auch die einzige, die am Leben geblieben ist.

Nach zwei Gerätegenerationen von Tesdata-Computer-Ressource-Management-Systemen für Mainframe-Rechner hat Stone nun rechtzeitig eine neue Nische angepeilt: Zukünftig will man auch den Markt der Computernetzwerke mit kleineren neuen Geräten bedienen. Die Systeme MS 109 und 200 sollen für dezentrale kleinere Erfassungsgeräte zur Verfügung stehen. Die kleinen "Systemspione" für des Ausspähen von Hard- und Software-Kapazitäten will man für den expansiven Markt der Datenkommunikation anbieten. Netzwerkkontrollen sollen zum Beispiel auch für solche Benutzer realisierbar werden die nur bis zu vier Strecken betreiben Anstelle von Speicherbelegungen und Plattenzugriffen werden dann die kleineren Tesdata-Systeme unter anderem Leitungsaktivitäten und deren Auslastung transparent machen.

Für die kommenden zwei Jahre sieht denn auch Stone die Zukunft seiner Firma im "Data Communications Network bis hinunter zum kleinsten Endgerät". Da man sich auch auf die Leitungskontrolle begibt, sind "gewisse Überschneidungen" möglich, die bisher nur von Mikroprozessor-gesteuerten Spezialgeräten für das Netzwerk-Management abgewickelt werden konnten, wie Hans J Däuble, Geschäftsführer der deutschen Tesdata-Niederlassung erklärte.

In Frankreich laufen bereits Probe-lnstallationen mit dem neuen System bei mehreren Ämtern der Sozialfürsorge. Hier sind die kleinen Mikroprozessorsysteme an ein zentrales MS 109 angeschlossen. Auch in der Bundesrepublik läuft eine Pilotinstallation bei einem staatlichen Dienstleistungsunternehmen.

1979 verzeichnete Tesdata einen Weltumsatz von 15 Millionen Dollar für dieses Jahr werden 20 Millionen Dollar erwartet, davon 40 Prozent aus Europa.

Bisher muß Tesdata noch rund ein Viertel vom Umsatz für OEM-Einkäufe, vorwiegend für 16-Bit-Minis, ausgeben. Das soll sich nach dem Willen des US-Chefs alsbald ändern. Für die kleineren Mikro-DE- und Überwachungssysteme soll mehr und mehr auch in eigener Fertigung gebaut werden.