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Gespräche zwischen Infineon und Toshiba


31.08.2001 - 

Personalabbau bei Speicherhersteller

MÜNCHEN (CW) - Vor dem Hintergrund massiver Stellenkürzungen bei den japanischen Chipherstellern haben die Siemens-Tochter Infineon und der japanische Toshiba-Konzern Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit bei der Speicherfertigung aufgenommen.

Der Chiphersteller Toshiba steht unter Druck. Das Unternehmen musste starke Ertragseinbußen im Halbleitergeschäft hinnehmen. Japanischen Zeitungsberichten zufolge denke der Technologieriese deswegen über die Zusammenlegung der DRAM-Speicherherstellung mit dem koreanischen Samsung-Konzern oder mit Infineon nach. Infineon, die Halbleitertochter des Siemens-Konzerns, und der japanische Technologieriese verhandeln über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Speicherbereich, so Infineon-Sprecher Günter Gaugler. Ob eine Kooperation oder ein Merger anvisiert würde, wollte Gaugler nicht kommentieren. Hintergrund der Gespräche sei der starke Verfall der Speicherpreise, so der Sprecher. Zum Zeithorizont der Verhandlungen wollte sich Gaugler ebenfalls nicht äußern.

Toshiba hat diese Woche ein Restrukturierungsprogramm vorgelegt. Der "01 Action Plan" sieht unter anderem drastische Stellenkürzungen vor. Davon betroffen sind vor allem die japanischen Standorte. Hier will der Konzern bis 2004 die Belegschaft um zwölf Prozent (rund 17 000 Mitarbeiter) reduzieren. Ein Teil des Abbaus soll durch eine freiwillige Frührente vonstatten gehen.

Der Sparkurs bei Toshiba ist kein Einzelfall: Auch der drittgrößte japanische Speicherhersteller Hitachi soll einen Stellenabbau angekündigt haben, wie japanische Medien berichten. Auch hier könnten 20 000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Ebenso haben die japanischen Halbleiterhersteller NEC und Fujitsu Personalsenkungen angekündigt. Bereits im Juli gab Infineon bekannt, 5000 Stellen einzusparen.