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Personalabbau trotz Umsatzsteigerung

Personalabbau trotz Umsatzsteigerung Qualcomm entläßt 700 Mitarbeiter

12.02.1999
SAN MATEO (IDG) - Qualcomm in Nöten: Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, will der Hersteller von Mobilfunkprodukten 700 Stellen streichen. Außerdem kursieren Gerüchte, der Anbieter beabsichtige, sich von seiner E-Mail-Lösung "Eudora" zu trennen.

Trotz weiterhin steigendem Umsatz - am 19. Januar meldete Qualcomm ein Plus von 20 Prozent - kämpft die kalifornische Company mit Problemen. Der Hersteller von auf dem Mobilfunkverfahren Code Division Multiple Access (CDMA) basierenden Lösungen hat sich entschlossen, sechs Prozent seiner insgesamt 11000 Mitarbeiter starken Belegschaft zu entlassen.

Obwohl Unternehmensangaben zufolge die Jobstreichungen quer durch alle Hierarchien und Bereiche gehen, trifft es die Wireless Infrastructure Division am härtesten: 35 Prozent der Angestellten mußten hier seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres bereits ihren Hut nehmen. Laut CEO Irwin Jacobs sind die Entlassungen notwendig, "um die Wettbewerbsfähigkeit im rapide wachsenden Markt für kabellose Übertragungsarten zu sichern".

Qualcomms Schwierigkeiten dürften unter anderem von den Differenzen herrühren, die zwischen dem Anbieter und dem European Telecommunications Standards Institute (Etsi) herrschen. Im vergangenen Jahr hat das Etsi mit Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) einen neuen Standard für die nächste Generation des Mobilfunks verabschiedet, dem sich Qualcomm widersetzt. Angeblich besitze das Unternehmen das geistige Eigentum an Teilen der Norm. Der Anbieter weigert sich, die Rechte für die Technologie zu lizenzieren, ehe nicht entsprechende Modifizierungen erfolgt sind, durch die das Verfahren zu der von ihm derzeit bevorzugten Technik kompatibel wird.

Zur vom Qualcomm-Chef ausgerufenen Bemühung, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, paßt auch ein Gerücht, das derzeit in Branchenkreisen die Runde macht. Demnach sucht die Company nach einem Käufer für ihre E-Mail-Lösung "Eudora". Analysten, etwa Tom Austin von der Gartner Group, rechnen schon länger damit, daß sich Qualcomm von diesem Bereich trennt. Seiner Meinung nach konnte sich das Produkt in Unternehmen nicht gegen konkurrierende Lösungen wie "Lotus Notes", "Microsoft Exchange" oder "Novell Groupwise" durchsetzen. Daran hätten auch der Zukauf des auf Kalendertechnologie spezialisierten Anbieters Now Software und die Integration entsprechender Funktionen in Eudora nichts ändern können.