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01.02.2002 - 

Online-Recruitment/Auf Internet-Jobbörsen Mitarbeiter gewinnen

Personaler tummeln sich auf elektronischen Marktplätzen

Neue Mitarbeiter suchen Personal-Manager zunehmend auf elektronischem Weg. Neben den unternehmenseigenen Internet-Seiten nutzen sie auch den Service von Online-Jobbörsen. Die virtuellen Stellenvermittler sortieren Informationen vor und bringen Bewerberprofile mit Angeboten zusammen. Von Michael Weideneder*

Wer online Jobs ausschreibt, erwartet, schneller an neue, qualifizierte Mitarbeiter zu kommen als mit dem bisherigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Welche Vorteile zeichnen das Online-Recruiting aus? Der Personaler kann Bewerber online direkt ansprechen und über Unternehmen wie offene Positionen informieren. Spezielle Tools vereinfachen die Kontaktaufnahme und -pflege. Die Jobbörse verschickt beispielsweise automatisch ein Schreiben an den Bewerber, in dem das Unternehmen Interesse an dem potenziellen Mitarbeiter signalisiert. Der Personaler muss also nicht mehr den Rücklauf einer Printanzeige abwarten.

Eine Online-Anzeige erscheint sowohl auf der Unternehmens-Homepage als auch in der virtuellen Jobbörse, wird aber nur einmal erstellt. Entweder übernimmt die Jobbörse ein Stellenangebot von der Unternehmens-Homepage, oder der Personaler schreibt seine Anzeige direkt für die Online-Jobbörse. Das fertige Produkt wird dann in die Internet-Seiten der Firma eingespielt. Ähnlich wie bei einem gängigen HTML-Editor, etwa Frontpage, kann der Personaler mit speziellen Werkzeugen selber Anzeigen gestalten. Damit behält er ein wichtiges Recruiting-Element in der Hand. Zeitraubende Absprachen mit Dienstleistern entfallen.

Auch die neu eingehenden Bewerbungen lassen sich einfach verwalten. Einheitliche Online-Formulare erleichtern den Rekrutierungsprozess. Die Daten können besser weiter verarbeitet und Bewerbungen schneller beurteilt werden. Außerdem garantieren die strukturierten Formulare, dass ein Kandidat alle relevanten Daten angibt. Die Antwortfelder kann das Unternehmen individuell auswählen und sich mit einer zugeschnittenen Abfrage ein Profil des Kandidaten verschaffen. Der Personaler erhält alle wichtigen Informationen auf einmal und spart sich so zeitraubende Rückfragen.

Im nächsten Schritt werden alle bisherigen Vorgänge in die unternehmensinterne Bewerberverwaltungssoftware eingespielt. Sollte ein Unternehmen kein entsprechendes Programm installiert haben, bieten die großen Online-Jobbörsen ein Online-Angebot über Application Service Providing (ASP). Zwischen dieser Software und dem Internet schafft die Jobbörse eine Schnittstelle: Alle Bewerberdaten werden automatisch ins Unternehmenssystem übermittelt. Die Bewerbung kann dann sofort offline bearbeitet werden.

Der Personaler sichtet neu eingegangene Bewerber nach Positionen oder leitet Profile potenzieller Kandidaten innerhalb des Unternehmens weiter. Die gesamten Kontakte können auf einfache Weise systematisiert und archiviert werden. Alle Personalverantwortlichen der verschiedenen Abteilungen greifen dabei auf eine zentrale Datenbank zu. Das verschlankt die interne Kommunikation: Über den Statusreport wissen die Human-Resources-Mitarbeiter, wer wann mit welchen Bewerbern bereits Kontakt hatte.

Viele Unternehmen nutzen auch die Bewerberdatenbank der Online-Jobbörsen. Hier legen die Kandidaten ihre Leistungsprofile ab. Sie listen alle Fähigkeiten, Qualifikationen und die bisherige berufliche Laufbahn auf. Der Personaler gibt nun bestimmte Kriterien an, nach denen die Jobbörse die Bewerbergesuche vorselektieren soll. Geeignete Kandidatenprofile werden automatisch per E-Mail übermittelt.

Jobangebote vorsortierenUmfragen unter den Nutzern virtueller Stellenmärkte zeigen, wer sich auf die elektronische Jobsuche begibt: Der typische Online-Bewerber ist Neuerungen aufgeschlossen, nutzt das Internet privat oder beruflich, ist mobil und flexibel. Wichtigstes Auswahlkriterium für eine Jobbörse ist die erfolgreiche Arbeitsvermittlung. Um dieses Ziel zu erreichen, verfeinern die Internet-Stellenmärkte ständig die Kriterien, nach denen die Jobangebote vorsortiert werden können.

In Kooperation mit professionellen Partnern wollen die Stellenmarktbetreiber künftig ein E-Learning-Angebot auf die Beine stellen, das auf ihrer Plattform integriert wird.

*Michael Weideneder ist Geschäftsführer der Online-Jobbörse Stellenanzeigen.de.