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12.03.1982

Personalinformationssysteme aus der Sicht der ArbeitgeberPIS contra PDS Teil 1

"Personalinformationssysteme sind im Bereich der Wirtschaft noch nicht Implementiert", konstatiert Bernd Hentschel, Leiter der Lohn- und Gehaltsabrechnung der Ford-Werke AG, Köln, In seiner sechsteiligen Serie "PIS contra PDS", die In dieser CW-Ausgabe anläuft Der Autor Ist Vorsitzender der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) In Bonn.

Die Bezeichnung "Personalinformationssysteme" ist ein irreführendes Begriffsungetüm, mehr Wunschtraum und Fiktion als Wirklichkeit, geträumt von DV-Anbietern Wissenschaftlern, DV-Anwendern und Gegnern DV-gestützter Personalarbeit. Personalinformationssysteme sind im Bereich der Wirtschaft noch nicht implementiert - es gibt aber Ansätze im wissenschaftlichen und den Anwendungsbereichen in Wirtschaft und Verwaltung.

Im Einsatz befinden sich heute Personaldatensysteme denen das wesentliche Merkmal zur Information, nämlich die Abbildung der Daten in ihrem zweckgerichteten Kontext (das heißt der Gesamtzusammenhang in dem die Daten stehen) fehlen, da bekanntlich Daten und Kontext erst die Information ergeben. Bezogen auf Personaldaten müssen folglich solchen Systemen bei Speicherung und Verarbeitung von Daten für dispositive Zwecke, aber auch solchen für administrative, die partiell für dispositive Zwecke genutzt werden, Kontextmerkmale mitgegeben werden. Hierzu gehören als wesentliche Aussagen:

- Woher stammen die Daten (Herkunftsnachweis)?

- Wofür sind die Daten gespeichert worden (Verwendungszweck)?

- Wie lange sollen die Daten zur Verfügung stehen und wie lange bleiben sie aktuell (Aktualitätsnachweis)?

- Wie wurden die Daten erhoben (direkt beim Arbeitnehmer, mit Hilfe des Arbeitnehmers oder über Dritte; handelt es sich um Individual- oder ein Kollektivdatum, das heißt personen- oder gruppenbezogenes Erhebungsmerkmal)?

- Sind es Originaldaten oder Daten, die bereits Aggregierungsstufen durchlaufen haben?

Diese Kontextmerkmale sind bei dispositiven Verwendungszwecken von eminenter Wichtigkeit, da "nur Daten" aufgrund fehlenden Kontextes zu falschen Ergebnissen führen können, was sich zuungunsten der Arbeitnehmer, aber auch der Arbeitgeber auswirken kann.

Aus diesem Grund sind im betrieblichen Personalwesen in überwiegendem Maße administrative Systeme im Einsatz Sie sind das Resultat der Bemühungen, administrative Entlastung durch den Einsatz von Computern zu gewinnen. Getreulich der vom Management vorgegebenen Aufgabenstellung werden mit ihrer Hilfe die den Unternehmen auferlegten Informationspflichten bewältigt. Teilweise sind die Personaldatensysteme aber auch gesetzlich verordnete "Datenfriedhöfe", die der permanenten und/oder sporadischen Ausführung der "Spanndienste für den Staat" dienen.

Wird fortgesetzt