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04.02.2000 - 

Investor GAP stößt Anteile ab, Amsterdamer Börse ist alarmiert

Personalkarussell bei Baan dreht sich weiter

MÜNCHEN (CW) - Der Softwarehersteller Baan setzt sein Personalroulette fort und hat Mike Shinya zum Executive Vice President of Worldwide Sales und Paul Daly zum President für Nord- und Südamerika berufen. Kurz zuvor wurde bekannt, dass die Investmentfirma General Atlantic Partners (GAP) einen großen Teil ihrer Baan-Aktien verkauft hat.

Shinya war zuvor als President der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika und Daly als Vice President für den Nordamerika-Vertrieb zuständig. Erst vor einer Woche hatte James Mooney seinen Posten als Finanzchef bei der niederländischen Softwareschmiede an Robert Ruijter abgegeben und vor knapp drei Wochen war Mary Coleman überraschend als Chefin zurückgetreten. Ihr war es nicht gelungen, den gebeutelten Hersteller von ERP-Lösungen aus den roten Zahlen zu bringen.

Inzwischen ist der Wert der Baan-Aktie von 14 Dollar vor einem Monat auf rund sieben Dollar abgerutscht. Das Unternehmen rechnet für sein viertes Quartal bekanntlich mit einem Verlust von 250 Millionen Dollar. Demnächst sollen 14 Niederlassungen geschlossen und rund vier Prozent des Personals entlassen werden.

Börsenbeobachter wundern sich nun, warum Baans größter Anleger GAP ausgerechnet acht Wochen vor dem Rücktritt von Mary Coleman als Chief Executive Officer (CEO) und dem sich abzeichnenden schlechten Ergebnis für das vierte Quartal 1999 knapp 1,6 Millionen Baan-Aktien verkauft und damit gut 20 Millionen Dollar eingenommen hat.

Die Venture-Kapitalisten aus Greenwich, Connecticut, weisen allerdings alle Insider-Vorwürfe von sich. Der Verkauf sei im Rahmen "normaler Portfolio-Bereinigungen" erfolgt, hieß es. Inzwischen hat auch die Amsterdamer Börse Untersuchungen eingeleitet. Grund: Aufgrund der Talfahrt der Baan-Aktie droht die Marktkapitalisierung des Unternehmens geringer zu werden als die zu befürchtenden aktuellen Verluste. Damit seien die Interessen der Aktionäre "massiv berührt", hieß es in einer Stellungnahme der Börsenaufsicht.