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11.06.1999 - 

Auch im Silicon Valley fehlt der Nachwuchs

Personalknappheit führt zu Milliardenverlusten

FRAMINGHAM (IDG) - Der Mangel an qualifizierten Fachkräften beschert dem Silicon Valley, Kalifornien, Verluste in Milliardenhöhe. Beobachter befürchten, daß die Personalknappheit den Stellenwert der Region als führendes globales High-Tech-Center mindert.

Die Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney kommt zu dem Ergebnis, daß der IT-Personalmangel im Silicon Valley Verluste in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar verursacht. Diese Zahl errechnet sich unter anderem aus nicht angenommenen Aufträgen sowie Extraaufwendungen für die Personalanwerbung. Um die Misere zu lindern, wurden letztes Jahr mehr Visa für ausländische Fachleute beantragt. Als Argument für die Quotenerhöhung hatte die US-Industrievereinigung "Informa- tion Technology Association" landesweit 346 000 fehlende IT-Experten angeführt.

Die Erhöhung der Visazahl ist indes nur eine Notlösung, die die Schwächung der kalifornischen High-Tech-Region langfristig nicht verhindern kann. Die Studie kommt zu dem Schluß, daß Kalifornien nicht nur hochkarätige IT-Produkte herstellen, sondern auch qualifiziertes IT-Personal regional ausbilden müßte. 160000 Stellen - etwa ein Drittel der Jobs - werden bereits von Fachleuten außerhalb der Region besetzt beziehungseise von weit entfernten Telearbeitern. Die Zahl der fehlenden Experten in der Region wird im Jahr 2010 schätzungweise bei 200000 liegen.

Einen Grund für das Defizit sieht A.T. Kearney im mangelnden Interesse von Highschool-Absolventen an IT-Karrieren. Doch die Probleme liegen auch in der Region selbst: Trotz der Wirtschaftskraft der kalifornischen High-Tech-Industrie schneidet hier das Bildungssystem im nationalen US-Vergleich mit am schlechtesten ab.