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29.10.1999 - 

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little

Personalmangel in Österreich: Es fehlen 15000 IT-Experten

WIEN (vwd) - Die Telecom-Liberalisierung wirkt sich in Österreich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die IT-Branche klagt jedoch auch hier über einen Mangel an qualifiziertem Personal.

In Österreich stieg die Zahl der Arbeitnehmer in der TK-Industrie innerhalb der vergangenen zwei Jahre von rund 6000 auf 42000 - dies geht aus einer Studie hervor, die das Beratungsunternehmen Arthur D. Little im Auftrag des österreichischen Wirtschaftsministeriums verfaßt hat. Die positive Entwicklung werde auch nach dem Jahr 2000 anhalten, prognostiziert Georg Serentschy, Telecom-Experte bei Arthur D. Little. In Österreich seien in der IT-Branche noch etwa 15000 Stellen frei.

In der TK-Wirtschaft lägen die Gehälter um 20 Prozent über dem Schnitt und steigerten sich zwei Jahre nach dem Berufseintritt überproportional. Ein erhebliches Jobpotential gebe es hier auch für die Jugend und für Frauen. Das Wachstum bei den alternativen Festnetzbetreibern seit ihrem Markteintritt im Jahr 1998 habe den Stellenabbau beim Ex-Monopolisten Telekom Austria - inklusive Datakom - kompensiert. Allerdings könnte die Branche ohne Personalengpässe zusätzlich um 20 Prozent wachsen, so Serentschy.

Das größte Plus verzeichneten derzeit Internet-Service-Provider (ISP) und Call-Center. Die Kluft zwischen Bedarf und Verfügbarkeit von Personal mit hohem Ausbildungsniveau wird jedoch größer. Laut Studie erfüllt nur jeder zehnte Bewerber die Qualifikationsanforderungen der Unternehmen.

Die Telecom-Branche setzt vorerst noch auf eigene Qualifikationsmaßnahmen wie "Training on the Job". Auch seien in diesem Jahr neue Ausbildungsgänge für IT-Berufe geschaffen worden. So zählten zwar die Berufe DV- und Kommunikationstechniker oder IT-Kaufmann zu den Hits der neuen Lehrberufe. Doch 80 Prozent der Ausbildungsmaßnahmen der öffentlichen Hand seien unbekannt.