Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.04.2002 - 

Regelung zur Jobsuche über private Anbieter unausgereift

Personalvermittler kritisieren Arbeitsamt-Gutscheine

MÜNCHEN (CW) - Der Bundesverband Personalvermittlung e.V. (BPV) begrüßt zwar den Vorstoß der Bundesanstalt für Arbeit, Arbeitslose über private Vermittler in Lohn und Brot zu bringen. Auf Skepsis stößt jedoch die Gutscheinregelung.

Seit dem 27. März haben Arbeitslose Anspruch auf einen Gutschein, mit dem sie einen privaten Personalvermittler beauftragen dürfen. Wie die Sprecherin des Bundesverbandes Sieglinde Schneider mitteilte, seien die meisten privaten Vermittler jedoch nicht daran interessiert, von Arbeitslosen via Gutschein mit der Jobsuche beauftragt zu werden. Bisher treten Personalvermittler meist im Auftrag von Unternehmen in Aktion und suchen den passenden Kandidaten für eine vorhandene Stelle. Dieses "komplizierte Dreiecksverhältnis" zwischen Amt, Vermittler und Jobsuchendem erhöhe den administrativen Aufwand für Vermittler und Behörde gleichermaßen, so die Kritik der Personalvermittler.

Außerdem bemängelt der Verband, dass der Gutschein die Kosten einer qualifizierten Arbeitsvermittlung nicht decke. Das Vermittlungsentgelt bemisst sich bei der Gutscheinregelung nach der Dauer der Arbeitslosigkeit: Wer drei bis sechs Monate arbeitslos ist, erhält einen Gutschein über 1500 Euro, nach sechs bis neun Monaten kann ein erfolgreicher Vermittler 2000 Euro mit dem Kunden verdienen, nach einem Dreivierteljahr 2500 Euro. Bisher bemaß sich der Verdienst eines privaten Personalvermittlers nach dem Bruttolohn des Vermittelten. "Zweieinhalb Monatsgehälter haben sich im Lauf der Jahre als kostendeckend erwiesen", so Verbandssprecherin Schneider.