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18.06.1982 - 

Computer-Wartungstechniker:

Personelle Situation zwingt zum Umdenken

BASEL(sg) - Im ganzen wohl kaum 80 prekär, dennoch aber dem unrühmlichen Beispiel Elfer verfehlten Ausbildungspolitik, welche der Schweiz auf unabsehbare Zeit hinaus einen Mangel an Programmierern beschert hat. nicht gerade unähnlich, verzeichnet die Computerbranche, allen voran die Herstellerfirmen, nun auch eine Personallücke bei den Wartungstechnilkern.

Die in den letzten Jahren in rauhen Mengen neu installierten Systeme, sowie der anhaltende Boom bei Terminals, verlangt nach immer mehr Service.

Die Ausbildung dieses Personals ist, weil die Technischen Lehranstalten des Landes nicht über entsprechende Ausbildungsprogramme verfügen, nach wie vor allein Sache der

Herstellerfirmen. Eine, wie man sich gut vorstellen vermag, mittlerweile teure Sache. Neben der Grundausbildung von - je nach Hersteller verschieden - 10 bis 12 Wochen, muß der fertige Wartungstechniker ja auch laufend fortgebildet werden. Allein diese Fortbildung beansprucht rund 15 Prozent der Arbeitszeit des Technikers.

Wen wundert es da noch, wenn den Herstellerfirmen heute daran gelegen ist, ihren Bestand an Wartungstechnikern möglichst klein zu halten. Denn die, bei den derzeitig noch für Hardware erzielbaren Preisen, enorm gesunkenen Erträge, lassen kaum große Investitionen in den Wartungsdienst zu. Schon gar nicht in Manpower.

Die als Folge aus dieser Entwicklung inzwischen recht massiv gestiegenen Wartungskosten, veranlassen zudem die EDV-Anwender zu früher nie gekannten Überlegungen: Zum Beispiel ob sich die üblicherweise betriebene Praxis des Vollservices nicht besser durch entsprechend den tatsächlichen Bedürfnissen angepaßte Wartungsformen und -verträge ersetzen ließe. Womit letzlich bei einem Preisvorteil für den Anwender auch dem Hersteller gedient wäre. Denn wo von ihm keine Wartung gefordert wird, braucht er auch keinen Wartungstechniker zu stellen, beziehungsweise kann dessen Einsatz auf das Notwendige konzentrieren.

Bislang sind allerdings recht wenige in der Schweiz vertretene Herstellerfirmen dazu übergegangen, durch entsprechend differenzierte Vertragsformen diesem offensichtlichen Bedürfnis zu begegnen. Denn noch meinen sie, wenigstens solange sie keine besondere Personalnot leiden es könnte ihnen am Umsatz abgehen . wenn nicht alles unter Voll-servi Vertrag abgewickelt würde. Docn dürfte wohl auch hierin die Zeit des Umdenkens längst begonnen haben.