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22.02.2002 - 

Freiwillig - unfreiwillig?

Peter Mark Droste verlässt Compaq

MÜNCHEN (jm) - Peter Mark Droste, Vice President und General Manager Compaq Deutschland, verlässt das Unternehmen. Sein Nachfolger als Deutschland-Chef wird der bisherige schweizerische Compaq-Geschäftsführer Rainer Kaczmarczyk (47).

Droste sagte der COMPUTERWOCHE, seine Demission habe nichts mit dem schwierigen Jahr 2001 zu tun. Vielmehr plane er diese Veränderung schon seit längerem, "wir haben das bei Compaq auch diskutiert." Er wollte schon vor einem Jahr einen Wechsel vollziehen, weil sich seinerzeit schon eine Möglichkeit geboten hatte. Wegen der schwierigen Lage des Unternehmens aber habe er zu jener Zeit Compaq nicht verlassen wollen. Droste hatte den Chefsessel am 1. Oktober 1999 übernommen.

Während Droste sagte, er trenne sich vom Unternehmen im besten Einvernehmen, gibt es interne Informationen, denen zufolge der Deutschland-Chef auf Betreiben der US-amerikanischen Mutter gehen musste. Hinter Drostes Abgang dürfte, sagen interne Quellen, der ehemalige Europa-Chef Rob Walker stecken, der jetzt unter Peter Blackmore für das weltweite Marketing und Sales verantwortlich zeichne. Mit Walker habe sich Droste schon seinerzeit nicht verstanden.

Kaczmarczyk wird die Position des Deutschland-Chefs ab sofort übernehmen. Droste wollte keine Angaben darüber machen, wohin er wechselt. Er sagte allerdings, dass er der IT-Branche verbunden und in München bleibe.

Sowohl Droste als auch Kaczmarczyk wandten sich gegen die Vermutung, Droste habe seinen Posten aufgeben müssen. In einem "recht schlechten Jahr 2001" habe Compaq Deutschland im vierten Quartal wieder Aufwind bekommen und die abgelaufenen zwölf Monate insgesamt über alle Bereiche profitabel gestaltet. Sein Abgang habe im Übrigen auch nichts mit der geplanten Übernahme durch HP zu tun.

Allerdings hat Compaq laut Zahlen von Gartner Dataquest gerade im wichtigen deutschen Markt im PC-Segment herbe Rückschläge hinnehmen müssen. Im vierten Quartal sank der Marktanteil gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 11,8 auf 6,5 Prozent. Der Stückzahlenverkauf war im Vergleich der beiden Vierteljahre um 43,8 Prozent eingebrochen. Kein anderer wichtiger Konkurrent musste auch nur annähernd so frustrierende Ergebnisse hinnehmen: HP legte nach Stückzahlen um 15,5 Prozent, Dell sogar um 54,9 Prozent zu. Fujitsu als deutscher Marktführer (-11,1 Prozent) und IBM als Zehnter (-35,2 Prozent) gehörten allerdings auch zu den Verlierern.

Und während Compaq in Westeuropa im Handheld-Segment erheblich zugewinnen konnte und den Vorsprung von Palm Computing fast halbierte, liegen die Texaner in Deutschland nach GfK-Zahlen mit knapp 13 Prozent weit abgeschlagen hinter dem Handheld-Marktführer mit fast 72 Prozent Marktanteil. Compaq hat damit genau im für den Firmenumsatz so wichtigen Access-Business-Bereich schwere Einbrüche erlebt.