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08.07.1977 - 

Computerwoche-lnserat beschäftigt Honeywell-Bull-Anwälte

Pharmahändler prangert HB-Praktiken an

NEUSTADT/KÖLN - "Achtung, Honeywell-Bull-Anwender", weil "uns eine gezielte Vermarktung nicht möglich ist, bieten wir (unsere HB-)Anlagen meistbietend an", hatte der Pharmagroßhändler Bauer (Neustadt/Weinstraße) großformatig in die Computerwoche (27) einrücken lassen. Jetzt grübeln die Honeywell-Bull-Anwalte über Gegenmaßnahmen. Denn vor allem der Begleittext den lBM-Staranwender Bauer veröffentlichen ließ, traf nicht den Geschmack der Kölner Mainframer. "Sehr ungewöhnlich", kommentiert die HB-Zentrale

"diese heikle Sache".

CW-Bericht, E. Elmauer

Pharma Bauer hatte vor wenigen Monaten die Lodde GmbH in Hagen und den Apotheker Knitelius in Koblenz übernommen, beide mit HB-Systemen ausgestattet: Davon einen "praktisch nagelneuen" Prozeßrechner 725 C mit 950 000 Mark Buchwert und eine G-120-Anlage mit 450 000 Mark Buchwert sowie eine 720 C- Zentraleinheit.

Der neue Eigentümer konnte diese Systeme nicht einsetzen, da seine Filialabwicklung "auf Datenfernverarbeitung basiert und die Rechner mit dem in unserem Haus nicht kompatibel sind".

Bis hinauf zu HB-Allein-Vorstand Tschirren verhandelte Bauer über einen Rückkauf der Anlagen, die über Sale and Lease-back vermarktet worden waren. Über das Ergebnis dieser Gespräche berichtet bündig die Anzeige: "Der von uns vorgeschlagene Rückkauf der Anlagen wurde von der (HB-)Geschäftsleitung grundsätzlich h abgelehnt, ohne über den Preis oder sonstige Konditionen zu verhandeln. "

Pharma Bauer betreibt in "gleichrangiger Partnerschaft" mit Dietrich Feldhusen, der als Geschäftsführer fungiert, das Rechenzentrum Neustadt, das den Verkauf der HB-Anlagen koordiniert. "Wenn wir mehr als 50 Prozent des Buchwerts erlösen sind wir glücklich", kommentiert Feldhusen die Aussichten der Schleuderpreis-Aktion. Unterdessen zirkeln allerdings Bauers Anwälte ab, ob HB nicht ernsthafter zu piesacken wäre: Wie bei dem um Hausnummern zu groß angedienten Rechner-System für die Reichelt AG glaubt Feldhusen, daß aus den Verträgen, die "die unerfahrenen Anwender" Lodde und Knitelius bei HB unterschrieben haben, "eine nicht optimale Beratung" herauszulesen sei.