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02.04.1982 - 

Strukturwandel vom Handels- zum Dienstleistungsunternehmen:

Philips Data meldet Rekordjahr 1982

WIEN (eks) - 900 Millionen Schilling Umsatz erzielte Philips Data Systems im abgelaufenen Geschäftsjahr. Damit konnte der Umsatz um 7,8 Prozent gesteigert werden (einschließlich Mikrocomputer und Diktiergeräte). Die Hälfte des Umsatzes entfiel bereits auf Dienstleistungen wie Software-Produktion, technischer Kundendienst, Schulung und Zubehör. Auch Philips vollzieht damit den derzeit üblichen Strukturwandel vom Handels- zum Dienstleistungsunternehmen.

Der Gesamtbestand der in Österreich installierten Philips-Computer beträgt etwa 7000, das ist um ungefähr 500 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn 1982 betreut Philips Data auch die neuen Postdienste wie Bildschirmtext, Teletex und Telefax.

Während Philips bei den Bürocomputern weiterhin Branchenerster bleibt und auch bei der Zahl der installierten Systeme unangefochten führt, dürften sich die in den Mikrocomputer P2000 gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllt haben. Zwar freut sich die Mikro-Mannschaft derzeit über einen 100-Millionen-Schilling-Auftrag über 1500 Stück P2000 für die Österreichischen Sparkassen. Dieser Aufputsch dürfte aber auch gerade recht kommen. Denn zum Zeitpunkt der Ankündigung im November 1980 hoffte Vertriebsleiter Buchwald auf 2000 bis 3000 Auslieferungen in Österreich jährlich. Für das Jahresende 1981 meldete Philips nun selbst an die 1000 Exemplare".

Da Philips gerne ein wenig rundet (zum Beispiel beim Umsatzzuwachs, der mit "rund 10 Prozent" angegeben wird und 7,8 Prozent beträgt) heißt das, daß wohl nur 800 Mikrocomputer P2000 einen österreichischen Anwender fanden. Auch lassen die Techniker des Bandgerätewerkes wo der P2000 gefertigt wird durchblicken, daß derzeit nur einstellige Stückzahlen täglich die Produktion verlassen. Und Österreichs Büro-Fachhändler, die im Vorjahr einiges in die Ausbildung ihrer Mannschaft investierten, müssen sich nun damit abfinden, daß der Sparkassenverlag "nebenbei als P2000 Büromaschinenhändler auftritt" (Philips Presseaussendung).

Auch der Export dürfte zu wünschen übrig lassen. Hatte sich Philips zum Beispiel für den Raum Frankfurt etwa 500 Stück vorgenommen, so konnten so viele gerade in der ganzen Bundesrepublik abgesetzt werden. Auf das "made in Austria", worauf man in Österreich so gerne hinweist, wird jenseits der Grenzen nicht soviel Wert gelegt. Das viersprachige europäische Wirtschaftsmagazin "Vision" meldet beim P2000 lakonisch: Ursprungsland Holland.