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27.03.1992 - 

Entwicklung einer eigenen V.32-Datenpumpe

Philips-Innovationen für den Modem- und Adapter-Bereich

NÜRNBERG (pi) - Die Philips Kommunikations Industrie AG (PKI) aus Nürnberg engagierte sich auf der CeBIT '92 insbesondere im Modem Bereich. Unter anderem vorgestellt wurden die Modelle "Sematrans 9696 M" und "Sematrans 14496 M".

Das weiterentwickelte Multimode-Modem Sematrans 9696 M überträgt dem Hersteller zu folge Daten vollduplex über Standard-Wählleitungen und Zweidraht- oder Vierdraht-Mietleitungen und deckt dabei folgende Geschwindigkeitsbereiche ab: 9600 Bit/s mit oder ohne Trellis-Kodierung, 4800 Bit/s, 2400 Bit/s und 1200 Bit/s. Die zugehörige CCITT-Automode-Prozedur erlaubt eine automatische Vereinbarung mit dem Modem am anderen Ende der Leitung, welcher Standard zur Übermittlung verwendet werden soll Sematrans 9696 M kann die Datenrate mit Hilfe der asynchronen und der synchronen Datenkompression gemäß V.42bis auf maximal 19 200 Bit/s erhöhen.

Modems suchen neue Verbindung im Netz

Bei der Übertragung im öffentlichen Leitungsnetz nimmt nach Darstellung der PKI möglicherweise die Verbindungsqualität so ab, daß eine V.32-Übertragung nicht mehr möglich ist und die Verbindung normalerweise getrennt werden müßte. Hier soll sich das Gerät automatisch den Gegebenheiten anpassen und die Kommunikation mit niedrigeren Geschwindigkeiten wie V.22 oder V.32 aufrechterhalten.

Beim Ausfall einer Mietleitung unterbrechen die Modems die Übertragung und bauen eine neue Verbindung über ein Ersatznetzwerk, zum Beispiel das Wählnetz, auf.

Zusätzlich zu Sematrans 9696 M führte Philips das neue Modell "Sematrans 14496 M" ein, das als Multimode-Modem den CCITT-Vorschriften V.32bis entspricht und über sämtliche Leistungsmerkmale der 9696-M-Version verfügt. Als zusätzliche Features sind das Management der Verbindungswege, gesichertes Wählen durch Paßworte sowie adaptive Zuweisung der Datenrate auf der Verbindungsleitung zu nennen. Durch die Entwicklung einer eigenen V.32 Datenpumpe kann Philips nach eigenen Angaben als einziges Unternehmen ein V.32.bis-Modem anbieten, das eine Übertragungsrate von bis zu 16 800 Bit/s im Vollduplex-Betrieb ermöglicht.

Mit "Sematrans 1024" erweiterte PKI seine Modempalette außerdem um ein Basisbandgerät. Es bietet Übertragungsgeschwindigkeiten von 1200 Bit/s bis 19 200 Bit/s, einschließlich 7200 und 14 400 Bit/s, und überbrückt Entfernungen bis zu 30 Kilometer bei 2400 Bit/s oder 19 Kilometer bei 9600 Bit/s. Dieses Modem ist auf Zweidraht- und Vierdraht-Leitungen zugeschnitten, arbeitet synchron oder asynchron, mit Differenzial-Zweiphasenmodulation über Punkt-zu-Punkt- sowie Mehrpunktverbindungen. Weitere Features: automatische adaptive Entzerrrung, gesteuerter oder simulierter Träger, V.54-Testschleifen, V.52 mit Testsequenz und die Terminal-Schnittstellen V.24/V.28.

Neben den Modems präsentierte Philips auch einen digitalen Adapter beziehungsweise Zeitmultiplexer mit der Bezeichnung "Semanet 128". Diese Komponente dient zum Anschluß mehrerer Datenendeinrichtungen an unterschiedliche Netze und verfügt über zwei Trunk-Anschlüsse mit jeweils 64 Kbit/s, die an analoge und digitale Festverbindungen, aber auch an das Telefon- oder ISDN-Wählnetz angeschlossen werden können. Aufgrund seiner Protokolltransparenz eignet sich das Gerät für HDLC, X.25

oder BSC.