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06.07.2007

Philips stellt MedQuist zur Disposition

Von Mathijs Schiffers

Von Mathijs Schiffers

Dow Jones Newswires

AMSTERDAM (Dow Jones)--Die Royal Philips Electronics NV stellt ihr US-Problemkind MedQuist zur Disposition. Der 70-prozentige Anteil an dem Anbieter von Diensten für elektronische medizinische Transkription, Gesundheitsinformationen und Dokumentenverwaltung gelte zukünftig als Randbereich, teilte der niederländische Elektronikkonzern am Freitag mit. Für MedQuist würden alle Optionen geprüft.

Philips hatte die Beteiligung in mehreren Schritten im Jahr 2000 aufgebaut und insgesamt 1,3 Mrd USD dafür gezahlt. Viel Freude machte MedQuist Philips jedoch nicht: Das Unternehmen wurde Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren, nachdem bei einer internen Prüfung festgestellt wurde, das MedQuist über die vergangenen Jahre falsche Kundenabrechnungen ausgestellt hatte. Auch die SEC ermittelte gegen das Unternehmen.

Analysten erklärten nun, es sei das erste Mal gewesen, das Philips MedQuist offiziell zum Randbereich deklariert hat und sehen dies als Anzeichen, dass der niederländischen Konzern mit Sitz in Amsterdam einen Käufer für seine Beteiligung sucht. Diese hat noch einen Wert von gerade 250 Mio EUR. Die Marktbeobachter sehen den Schritt jedoch positiv.

MedQuist sei hauptsächlich ein Risikofaktor für Philips, ohne groß zum Wert des Unternehmens beizutragen, findet etwa SNS-Analyst Victor Bareno. Ein Verkauf der Beteiligung würde an die 1% zu der Wachstumsrate der Sparte Medizintechnik und nahezu 1% zu ihrer Marge beitragen, schätzt Janardan Menon von Dresdner Kleinwort. Er hat sowohl Private-Equity-Gesellschaften als auch Wettbewerber wie Nuance Communications Inc (NUAN), 3M Health Information Systems und eScription als mögliche Käufer ausgemacht.

2006 erzielte MedQuist einen Umsatz von 370 Mio USD und einen operativen Verlust von 10 Mio USD.

Philips teilte am Freitag außerdem mit, eine weitere Wertberichtigung von rund 35 Mio EUR auf ihre MedQuist-Beteiligung vorzunehmen. Dies werde jedoch keinen Einfluss auf das EBITA der Sparte Medizintechnik im laufenden Geschäftsjahr haben, so der Elektronikkonzern.

Webseite: http://www.philips.com

-Von Mathijs Schiffers; Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/nas/jhe

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